Dietmar Dath

Erzählen / Schreiben… mit “Dawson’s Creek”

prätenziös, mit 20, 2003.

Wenn ich meinen Freundeskreis und meine Jugend erklären will – und den Roman, den ich aus ihnen mache –, gibt es keinen besseren – schnellen, oberflächlichen – Vergleich als „Dawson’s Creek“…

eine US-Jugendserie (6 Staffeln, 1998 bis 2003), die mich im Jahr von „Zimmer voller Freunde“ (Juli 1999 bis Juli 2000: die 11. Klasse) beschäftigt, frustriert, entgeistert hat wie wenig sonst:

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Der Drehbuchautor Kevin Williamson erzählt mit Anfang 30 seine Jugend nach, als autobiografisches Ensemble-Drama. Er zeigt vier Freunde in unserem Alter – Jen, Joey, Pacey und Dawson. Dawson will Filmemacher werden: Er ist sehr klug und talentiert. Joey ist seine beste Freundin und bemerkt, dass sie ihn liebt. Pacey ist Dawsons abgebrühter Kumpel: Er schläft mit seiner Lehrerin und weiß nicht, was er aus sich machen soll. Und Jen ist neu in der Nachbarschaft: Sie lebt bei ihrer religiösen Großmutter, weil sie sich in New York mit vielen falschen Freunden eingelassen hat und dabei ihre sogar jungfräuliche Unschuld verspielte. Es kostet Dawson große Überwindung, Jen diese sexuellen Fehler zu verzeihen. Doch er ist trotzdem fasziniert – denn sie ist viel geheimnisvoller als seine hausbackene Joey.

In jeder Folge gibt es Diskussionen und Spaziergänge am Hafen: Coming of Age in Capeside, einem verschlafenen Nest an der US-Ostküste. Provinzsorgen, ein Kuss am Pier, narzisstische Krisen auf der Veranda. Dawson und seine Freunde kennen jeden Film und jede Serie. Sie schauen nachts zusammen fern und in der Schule drehen sie eigene Projekte. Sie streiten sich im Kino und sie jobben in der Videothek. Sie reden pausenlos, und nur über sich selbst: Sie reden so wie wir, wie Stoff und ich.

Wenn Stoff und ich noch reden würden.“ [Zitat aus “Zimmer voller Freunde”]

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Hinter allen – augenfälligen – Parallelen gibt es zwei tiefe Kerben, die mir „Dawson’s Creek“ ins Welt- und Serienverständnis riss:

  • DC“ funktioniert (als Jugendserie), weil [nach Staffel 1 oft nur noch: wenn] es realistische, kleinliche Freunde zeigt, in realistischen, kleinlichen Konflikten.

  • DC“ funktioniert (als Charakterstudie, dörfliches Ensemble-Drama), weil [nach Staffel 1 oft nur noch: wenn] es die Beschränktheit und Pedanterie der Freunde ausstellt, ihre Privilegien und Selbstbezogenheit, die pubertären Vorstellungen von Sex, Moral, Integrität.

1989 bis 1998 zeigte „Seinfeld“ Ennui und Neurosen vier schnöseliger Freunde aus Manhattan: eine Sitcom, die sich – trotzig, subversiv – als „show about nothing“ verstand, und deren treibende Konflikte keine realistischen Sorgen waren, sondern – Woody Allens Figuren denken ähnlich – das Gestotter und die Kleinlichkeit von Menschen, die alles analysieren und zergrübeln, doch ihre eigene Hybris / Arroganz ausblenden. Narzisstische, sorgenfreie Kindsköpfe, die alles durchschauen. Außer sich selbst.

1996 schrieb Kevin Williamson die Horrorfilm-Satire „Scream“: eine Clique (zynischer, übertrieben film- und medienkompetenter) Schüler, die mit den Slasher-Hororfilmen der 70er und 80er Jahre aufgewachsen sind, werden von einem kostümierten Schlitzer gejagt, der die Klischees, Tropen und Regeln „seines“ Filmgenres durchschaut, neu durchspielt, unterminiert.

Dawson’s Creek“ ist Fortsetzung und Coming-of-Age-Version dieser 90er-Jahre-Narrative: Die erste Generation von (Drehbuch-)Autoren, die mit Privatfernsehen, endlosen Syndication-Wiederholungen und Videotheken aufwuchs, erzählt von Figuren, für die jedes Trauma, jede Schwelle, jede neue Erfahrung in einem (vermeintlich: hilfreichen / vertrauten) Referenzrahmen aus vergleichbaren Film- und Fernsehszenen steht:

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  • 2003 („Sie ist wach“), 2006 („Dirac“) und 2007 („Waffenwetter“) u.a. stellt Dietmar Dath halb-autobiografische Berichte über seine Breisburger Provinz- und Jugendfreunde neben Nacherzählungen / Schlüsselszenen aus US-High-School-Serien wie „Roswell“ (1999 bis 2002) und „Buffy – im Bann der Dämonen“ (1997 bis 2003).

  • 2007, in Thomas von Steinaeckers Roman „Wallner beginnt zu fliegen“, „rutschen“ Dialoge und Bilder aus Filmen wie „Lola rennt“ (1998), „Matrix“ (1999) und „American Beauty“ (1999) in (ansonsten: dem trockenen Alltags-Realismus von US-Erzählern wie John Updikes oder Jonathan Franzen verpflichtete) Gespräche der Figuren; ganz ohne „Achtung: Hier wird ein Filmzitat montiert!“-Markierungen.

Menschen, die ihr Leben „dramaturgisieren“. Eine Welt aus Wiederholungen, Klischees, medialer Nostalgie, Verweisen. Narzissmus / Hybris der Idee, man selbst sei Hauptfigur, umgeben von „Nebenrollen“, „Gaststars“ und „Statisten“. Eine erste Liebe – die man als vierzigste, fünfzigste „Liebe“ erlebt, im Referenzrahmen von teen dramas, Coming-of-Age-Romanen, Seifenopern, Musikvideos. Trost, Lernen, Identifikation, (geborgte) Lebenserfahrung – via Privatfernsehen. Selbst-Stilisierung. Tagebücher. Die Kluft zwischen „Wirklichkeit“ und „Wahrheit“.

Mit 17 empfand ich „Dawson’s Creek“ als faszinierende, doch weitgehend missglückte Serie:

  • weil „Sympathieträger“ wie Dawson und Joey oft selbstsüchtig, bigott, arrogant und altklug über Fremde, Erwachsene und Freunde urteilten?

  • weil jedes Nicht-Problem zerredet wird, doch sich alle Hauptfiguren „Spaß“, „Mut“ und allen spontanen, pubertären Exzessen verweigern?

Nein:

  • Die altkluge Sprache kenne ich aus meinen eigenen Tagebüchern / Filmkritiken, und finde sie – als ironisches, oft rührendes Stilmittel – in der Figurensprache vieler „gernegroßer“ Erzähler, z.B. in C.D. Paynes „Youth in Revolt“-Romanen (ab 1993) oder Judith Zanders „Dinge, die wir heute sagten“ (2007).

  • Unsympathische“ Hauptfiguren sind (oft auch) überraschende Hauptfiguren. Ich muss den biederen, unfairen Dawson und die verdruckste, arrogante Joey nicht mögen, um mich (sehr produktiv, mit großem Vergnügen) an ihnen abzuarbeiten.

  • …und dass in Capeside „nie etwas passierte“, schien mir sehr tröstlich:

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An einem ihrer ersten Tage in der Nachbarschaft, in Folge 4 von „Dawson’s Creek“, trat Jen ins Krankenzimmer ihres komatösen Opas. Griff seine Hand und sagte müde, aber nicht unglücklich: „Das war wieder eine heftige Woche in Capeside.“

Es war nichts Großes geschehen.

Doch sie hatte Recht.

Die knirschenden Gespräche. Die täglichen, trüben Sorgen.

Wahrscheinlich gibt es jedes Jahr nur drei, vier Tage, die wirklich heftig sind, heftig auf Leben-oder-Tod-Niveau. Der Rest der Zeit, aller Alltag, hat nur die zähflüssige, zweite Sorte heftig im Programm; ein Heftig in Schattierungen, die keine eigenen Namen tragen. Wie oft schleudern Drogendealer Brandsätze durchs Fenster…? Oft handelt „Dawson’s Creek“ von nichts als konkurrierenden Ideen zwischen Freunden. Den vagen Ängsten und Gefühlen einer Gruppe Schülern. So ernst und gut, als sei das legitim, als Thema einer Serie. Als seien solche Tage, nur für sich, bereits erzählenswert.“ 

[Zitat aus “Zimmer voller Freunde”]

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  • Dawson’s Creek“ fragt, was Fiktion und Erzählen leisten können; für Menschen, nervös, befangen, unerfahren, in einem nicht-fiktionalen, nicht-glamourösen, unsauberen, vielstimmigen Alltag.

  • Dawson’s Creek“ fragt, ob Fiktion und Erzählen Sinn stiften – oder schaden, wenn Wissen als Second-Hand-Erfahrung, medial vermittelt, aus Hollywood- und Trash-Filmen abgegriffen wird.

Und „Dawson’s Creek“ scheitert.

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Weil die „reale Welt“, das Leben in Capeside, glatt, sauber, film-/romanhaft alle Klischees reproduziert, von denen sich „Dawson’s Creek“ abgrenzen will: Die Serie stellt vier bis sechs dynamische, komplexe Jugendliche (und eine freche, amüsante christliche Großmutter) einsam und plump zwischen flachen Eltern- und Lehrer-Figuren, lustlose Pappkameraden, schnell vergessenen Gaststars:

  • Dass Dawson lebt und handelt, als gäbe es drei, vier „wertvolle“ Personen – und sonst nur Pöbel und Statisten, ist eine irrwitzige, toll pubertäre, bigotte, verkrachte, großartige erzählerische Perspektive.
  • Dass Dawson in einer Serienwelt leben / handeln darf, in der es wirklich nur drei bis vier wertvolle Personen gibt, ist oft so schäbig, öde, flach, verkitscht und pointenlos wie das Gerede von Joey – oder den „Seinfeld“-Freunden:

In „Zimmer voller Freunde“ träumt Frank von häuslichen, munteren Muttis; Figuren aus Sitcoms wie „Hör mal, wer da hämmert“. Stefan will Breitbild, Orchester, Steadicam-Fahrten und Dolby Surround. Antje („Wir haben nur drei Programme. Mich interessiert das nicht.“) versucht, ohne Helden, Leitbilder auszukommen. Und Stoff macht keinen Unterschied – zwischen „Menschen“ und „Figuren“.

Wenn ich meinen Freundeskreis und meine Jugend erklären will – und den Roman, den ich gerade aus ihnen mache –, gibt es… auch auf den zweiten Blick… keinen besseren Vergleich als „Dawson’s Creek“.

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Stefan Mesch schreibt an “Zimmer voller Freunde”, seinem ersten Roman…

…und – hin und wieder – über Serien und Fernsehen, z.B. hier und hier.

Underdog Literature, July 2012: Special German Edition

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15 Bücher – neu oder unbekannt, einmal pro Monat:

frische, besondere, spannende oder vielversprechende Titel, die mehr Aufmerksamkeit verdienen:

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01: MILENA MICHIKO FLASAR, “Ich nannte ihn Krawatte”, 144 Seiten, 2012.

02: THOMAS MEYER, “Wolkenbruchs wunderliche Reise in die Arme einer Schickse”, 261 Seiten, 2012.

03: MATHIAS GATZA, “Der Schatten der Tiere”, 400 Seiten, 2008.

04: ANGELICA AMMAR, “Tolmedo”, 255 Seiten, 2006.

05: GEORG KLEIN, “Libidissi”, 199 Seiten, 1999.

06: WENZEL STORCH, “Der Bulldozer Gottes”, 281 Seiten, 2009.

07: MARTIN HATZIUS, “Alles fragen – nichts fürchten: Dietmar Dath”, 240 Seiten, 2011.

08: HANS MAGNUS ENZENSBERGER, “Hammerstein oder der Eigensinn”, 375 Seiten, 2008.

09: KATHRIN AEHNLICH, “Alle sterben, auch die Löffelstöre”, 246 Seiten, 2007.

10: HANS-JÜRGEN LIEDTKE, “Die versunkene Welt. Ein ostpreußisches Dorf in den Erzählungen der Leute”, 424 Seiten, 2008. [Bericht]

11: JOACHIM HELFER, “Du Idiot”, 286 Seiten, 1994.

12: HELMUT KRAUSSER, “Melodien. Oder: Nachträge zum quecksilbernen Zeitalter”, 864 Seiten, 1993.

13: THORSTEN PALZHOFF, “Tasmon”, 181 Seiten, 2006. [Novellen]

14: RAINER MERKEL, “Lichtjahre entfernt”, 202 Seiten, 2009.

15: WERNER FAULSTIC H (Hg.), “Die Kultur der 90er Jahre”, 338 Seiten, 2010. [Kulturwissenschaftlicher Reader / Enzyklopädie]

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…sowie: sechs Bücher über Erinnerungskultur, Tod, Schuld und Familiengeheimnisse:

01: THOMAS MEDICUS, “In den Augen meines Großvaters”, 264 Seiten, 2004. [Ein Mann trauert um seinen Großvater; Bericht]

02: ULLA LENZE, “Der kleine Rest des Todes”, 144 Seiten, 2012. [Eine Frau trauert um ihren Vater; Roman]

03: MONIKA JETTER, “Mein Kriegsvater – Versuch einer Versöhnung”, 223 Seiten, 2004. [Eine Frau trauert um ihren Vater; Bericht]

04: WIBKE BRUNS, “Meines Vaters Land”, 246 Seiten, 2004. [Eine Frau trauert um ihren Vater; Bericht]

05: SUSANNE SCHÄDLICH, “Immer wieder Dezember – der Westen, die Stasi, der Onkel und ich”, 240 Seiten, 2009. [Eine Frau trauert um ihren Onkel; Bericht]

06: JULIA SCHOCH, “Mit der Geschwindigkeit des Sommers”, 160 Seiten, 2009. [Eine Frau trauert um ihre Schwester; Roman]

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Hier sind fünf Bücher, die ich im letzten Monat gekauft habe:

01: MARTIN BÜSSER, “Der Junge von nebenan”, 100 Seiten, 2009. [Graphic Novel]

02: DIETMAR DATH (Hg.): “Horror als Alltag”, 248 Seiten, 2010. [Essay-Sammlung über “Buffy – im Bann der Dämonen”]

03: KIYOHIKO AZUMA, “Yotsuba”, Band 11, 224 Seiten, 2012. [Manga]

04: DANNY WALLACE, “Yes Man”, 371 Seiten, 2006.

05: FUNNY VAN MONEY, “This is Niedersachsen und nicht Las Vegas, Honey: Auf Tabledance-Tour durch die Republik”, 224 Seiten, 2012.

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…und zuletzt: drei Bücher, die ich vor Kurzem gelesen habe… und sehr empfehlen kann:

5 von 5 Sternen: GERBRAND BAKKER, “Der Umweg”, 228 Seiten, 2010. [deutsch 2012, bei Suhrkamp]

4 von 5 Sternen: JUDITH ZANDER, “Dinge, die wir heute sagten”, 479 Seiten, 2010.

4 von 5 Sternen: ANDREA HANNA HÜNNIGER, “Das Paradies – meine Jugend nach der Mauer”, 226 Seiten, 2011.

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Underdog Literature, June 2012: 15 fresh or notable, off-the-wall titles

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Here are 15 books that caught my interest lately.

Fresh, off-beat, quirky or curious titles that might deserve more attention:

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01: JONATHAN EVISON, “The Revised Fundamentals of Caregiving”, 290 pages, 2012.

02: MICHAEL CHABON, “Telegraph Avenue”, 480 pages, 2012.

03: MICHEL TURNIER, “The Ogre”, 373 pages, 1970. [France]

04: ELIZABETH WEIN, “Code Name Verity”, 452 pages, 2012. [Young Adult / History]

05: NEIL ABRAMSON, “Unsaid”, 368 pages, 2011.

06: ALEXIS M. SMITH, “Glaciers”, 174 pages, 2012.

07: GRAHAM JOYCE, “Some Kind of Fairy Tale”, 320 pages, 2012. [Urban Fantasy]

08: SERGEJ DOVLATOV, “A Foreign Woman”, 113 pages, 1991.

09: SASHA SOKOLOV, “A School for Fools”, 232 pages, 1976. [Russian]

10: LIZA KLAUSSMANN, “Tigers in Red Weather”, 368 pages, 2012.

11: SARAH MANGUSO, “The Guardians: An Elegy”, 128 pages, 2012. [Portrait / Memoir]

12: CLAIRE LEGRAND, “The Cavandish Home for Boys and Girls”, 352 pages, 2012. [Young Adult, Horror]

13: PATRICK FLANERY, “Absolution”, 400 pages, 2012. [Thriller, South Africa]

14: DAVID VAN REYBROUCK, “Kongo – eine Geschichte”, 783 pages, 2010. [Dutch, History]

15: RUTH KLÜGER, “Weiter leben: Eine Jugend”, 283 pages, 1992. [German, Memoir]

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Here are five books that made me curious enough to buy them:

01: SUZETTE MAYR, “Monoceros”, 272 pages, 2011. [Young Adult]

02: A.F. Th. VAN DER HEIJDEN, “Tonio”, 640 pages, 2011. [Dutch, Memoir]

03: EOWYN IVEY, “The Snow Child”, 389 pages, 2012.

04: ISMET PRCIC, “Shards”, 400 pages, 2011.

05: DIETMAR DATH, “Für immer in Honig”, 1035 pages, 2005.

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…and finally, here is one book that I read – and that was really good:

4 of 5 stars: GUY DELISLE, “Jerusalem”, 334 pages, 2012. [Graphic Novel / Journalism]

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junge Literatur: 50 Empfehlungen

1) Günter Grass, 2) Martin Walser, 3) Herta Müller: als Antwort auf die staubige und deprimierende “Unsere Besten”-Liste im Focus 23/2011…

[jüngster Autor: Mitte 30. Frauen: 14. Publikumslieblinge wie Walter Moers oder Sven Regener: totgeschwiegen / außen vor]

…hier mein persönliches Ranking der 20 besten – jungen! – deutschsprachigen Bücher seit den 1980ern:

01: DIETMAR DATH: ‘Dirac’, 2006

02: THOMAS VON STEINAECKER: ‘Wallner beginnt zu fliegen’, 2007

03: ALEXA HENNIG VON LANGE: ‘Woher ich komme’, 2003

04: MONIKA MARON: ‘Flugasche’, 1981

05: MARCUS BRAUN: ‘Delhi’, 1999

06: BJÖRN KERN: ‘Einmal noch Marseille’, 2005

07: KEVIN VENNEMANN: ‘Nahe Jedenew’, 2005

08: KIRSTEN FUCHS: ‘Die Titanic und Herr Berg’, 2005

09: SVEN REGENER: ‘Neue Vahr Süd’, 2004

10: ELSE BUSCHHEUER: ‘www.else-buschheuer.de: Das New-York-Tagebuch’, 2002

11: MAX GOLDT: ‘Die Kugeln in unseren Köpfen’, 1995

12: RAINER MERKEL: ‘Das Jahr der Wunder’, 2001

13: BARBARA HONIGMANN: ‘Alles, alles Liebe!’, 2001

14: BENJAMIN VON STUCKRAD-BARRE: ‘Livealbum’, 1999

15: RAINALD GOETZ: ‘Dekonspiratione’, 2002

16: GREGOR HENS: ‘Matta verläßt seine Kinder’, 2004

17: TEREZIA MORA: ‘Alle Tage’, 2005

18: CHRISTIAN KRACHT: ‘1979’, 2001

19: JENNY ERPENBECK: ‘Heimsuchung’, 2008

20: DANA BÖNISCH: ‘Rocktage’, 2003

ohne Ranking, und mit gewissen Vorbehalten (der wichtigste Vorbehalt: vielleicht haben die Autoren jeweils noch bessere Bücher – die ich nur noch nicht kenne?)…

30 weitere empfehlenswerte, junge Bücher:

– KATZ & GOLDT: ‘Adieu, Sweet Bahnhof’, 2004

– KOLJA MENSING: ‘Wie komme ich hier raus? Aufwachsen in der Provinz’, 2002

– TILMAN RAMMSTEDT: ‘Wir bleiben in der Nähe’, 2005

– NADJA EINZMANN: ‘Dies und das und das’, 2006

– PETER STAMM: ‘Blitzeis. Erzählungen’, 1999

– SASA STANISIC: ‘Wie der Soldat das Grammofon repariert’, 2006

– ECKHART SCHUHMACHER: ‘Gerade eben jetzt. Schreibweisen der Gegenwart’, 2003

– SUSANNE HEINRICH: ‘In den Farben der Nacht’, 2005

– FLORIAN ILLIES: ‘Generation Golf. Eine Inspektion’, 2000

– RICARDA JUNGE: ‘Kein fremdes Land’, 2005

– JÖRG ALBRECHT: ‘Drei Herzen’, 2006

– WLADIMIR KAMINER: ‘Militärmusik’, 2001

– MARIANA LEKY: ‘Erste Hilfe’, 2004

– DIEDRICH DIEDERICHSEN: ‘Sexbeat’, 1985

– BENJAMIN MAACK: ‘Die Welt ist ein Parkplatz und endet vor Disneyland. Erzählungen’, 2007

– JOACHIM BESSING u.a.: ‘Tristesse Royale’, 2000

– JUDITH HERMANN: ‘Nichts als Gespenster. Erzählungen’, 2003

– HENNING AHRENS: ‘Lauf Jäger lauf!’, 2002

– KRISTOF MAGNUSSON: ‘Zuhause’, 2005

– ANTJE RÁVIC STRUBEL: ‘Kältere Schichten der Luft’, 2007

– ANDREAS NEUMEISTER: ‘Äpfel vom Baum im Kies’, 1990

– HANNS-JOSEF ORTHEIL, KLAUS SIBLEWSKI: ‘Wie Romane entstehen’, 2008

– KATJA OSKAMP: ‘Die Staubfängerin’, 2007

– DANIELA DANZ: ‘Türmer’, 2006

– NIKOLA RICHTER: ‘Die Lebenspraktikanten’, 2006

– ROLAND KOCH: ‘Unter fremdem Himmel’, 2010

– JAGODA MARINIC: ‘Die Namenlose’, 2007

– THOMAS MELLE: ‘Raumforderung. Erzählungen’, 2007

– BENJAMIN LEBERT: ‘Kannst du’, 2006

– LEIF RANDT: ‘Leuchtspielhaus’, 2009