LGBTQ

#meQueer: Homophobie, Ausgrenzungen, Angriffe (Stefan Mesch)

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„Lesbe? Die ist nur von Männern enttäuscht.“

„Schwul? Der wär bestimmt lieber eine Frau.“

„Bisexuelle Frau? Geil!“

„Bisexueller Mann? Unersättlich & creepy.“


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Seit 15. August 2018 sammeln queere Twitter-User*innen unter #meQueer Erfahrungen, Angriffe, Ausgrenzungen.

Ich wollte ca. 30 Tweets, die ich selbst beitrug, im Blog festhalten.

Doch die Beiträge anderer User*innen direkt auf Twitter sammeln, als „Twitter Moment“ (Link).

Ich speicherte ca. 200 Stimmen als „Moment“ – und merkte dann: Twitter bündelt immer 100 Tweets pro „Moment“, und lässt den Rest verschwinden.

darum als Notlösung, hier im Blog: meine Lieblings-Tweets zu #meQueer – als Text statt als Twitter-Link.

[falls ein Tweet hier nicht auftauchen soll: schreibt mir bitte, ich lösche täglich:

twitter.com/smeschmesch oder das.ensemble@gmail.com]

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Ein Sommertag wie heute, ich bin vielleicht 11. Ich sage zu meinem Papa: „Das ist ja echt warm heute!“

Seine Antwort: „Es ist heiß! Warm sagen nur Schwuchteln“

Ich hab meinen Papa lieb. Aber das war einer der Gründe, warum ich erst mit 25 Kraft für mein ComingOut fand. _aronlesnik


Kindergarten, ein Vater holt seinen Sohn ab. Er sieht, daß dieser aus der Verkleidekiste die Rosa Feenflügel anhat.

Vater: Bub, werd bloß nicht schwul

Andere Mutti: Ach besser schwul mit 5 als mit 25. _Astralwelpe


Besuche meine Oma und borge mir alte Bücher von ihr aus. Mein Opa: „Was, du liest? Bist du nen Schwuli?“. _BastiLaetsch


Teenagerzeit: Auf einer Party in einer Gaststätte wird ein junger schwuler Mann von anderen beschimpft.

Kommentar von Freunden:innen: „Selbst Schuld, der muss das ja nicht so raushängen lassen beim Tanzen.“

Teenager-Ich: Okay, hab verstanden. _monaaarg


  • „Du hast es doch noch nie mit einem Mädchen probiert.“
  • „Ihr seid keine Promis. Ihr könnt keine Kinder adoptierten“
  • „Bitte küsst euch nicht vor mir“
  • „Du musst es ja nicht gleich jedem erzählen“
  • „Es ist nicht normal“ _CydoBear

Du bist also bi, aber du stehst jetzt nicht auf mich oder?“ _Livenitup_DE


„Hä aber wenn du eh auf Kerle stehst, warum bleibst du dann nicht einfach ein Mädchen?“ _notedbreadthief


Wieso meine beste Freundin und ich uns über 8 Jahre hinweg vielleicht 5 Mal umarmt haben? Man hat uns auch ohne Körperkontakt ab der 5. Klasse als lesbisch beschimpft. _flyingtomoon


Ich habe bis heute Angst, was ehemalige Mitschüler über meine Sexualität denken. _flyingtomoon


Der Höhepunkt war erreicht, als Mitschüler nicht mit mir in einem Zimmer auf der Abschlussfahrt schlafen wollten, weil ich denen ja etwas wegschauen könnte. _EtienneVogel


Sich als queeres Mädchen in der Sportumkleide demonstrativ zur Wand umdrehen, damit auch ja niemand denkt, dass ich sie anstarre. _mrlnxf


Höre jeden Tag mindestens eine Beleidigung über Homosexuelle etc. in der Schule. Der Record waren 7 Stück in einer Schulstunde. Habe es nicht ausgehalten bin zu Lehrer gegangen. Am nächsten Tag hat er es angesprochen und es sind nur noch mehr geworden. _Lets_Lara


ist bei mir auch, dass ich nie gecheckt hab, dass ich queer sein könnte. Ich dachte Mädchenfreundschaften sind eben so, dass 1 sich gerne küssen möchte und geheime Liebesbriefe schreibt. Dabei war ich einfach nur die ganze Zeit heftig verliebt. _ma_ria_r


Mit 13 in großem Detail von deiner damaligen besten Freundin erzählt bekommen, in welchem spezifischen Kreis der Hölle lgbt leute dann kommen und was für Folter auf sie wartet. _zukosgay


Weinend in der Kirche sitzen und Gott anflehen, “normal“ zu werden. _McHarryHarry


Meine Jugend war geprägt von der kirchlichen Umgebung, in die meine Eltern mich ‚untergebracht‘ haben. Wenn einem von außen immer gesagt wird ‚Du bist falsch, wenn…‘ macht es den Umgang mit sich selbst nicht gerade einfach. Ich bin echt daran verzweifelt. _PtrPwr


„Das ist aber unnormal und auch nicht vom lieben Gott gewollt und im Endeffekt nur so eine Mode, du wirst schon sehen wohin du mit dem Lebensstil kommst. Das wird dir in deinem Leben noch im Wege stehen.“ __aiyuki


Wenn „schwul/gay“ noch immer ein geläufiger Ausdruck für etwas Negatives ist. _Dana_Lurchliebe


Den Klassenkameraden immer wieder erklärt, warum „schwul“ nichts Negatives ist und nicht als Beleidigung benutzt werden kann. Sie haben es bis heute nicht verstanden und ich habe es aufgegeben. _Rieoderso


Person A: Das ist so schwul (abwertend gemeint).

Ich: keine Reaktion (nicht mehr).

Person A: dich mein ich ja nicht / das sagt man ja nur so / ist ja nicht bös gemeint. _PatrickGruska


Wenn bei einer Familienfeier mal wieder „schwul“ und „behindert“ als lustige Beleidigungen fallen und man wieder weiß, weshalb man sich nicht geoutet hat. _MaditaSternberg


„Ja man merkt dir das schon an, die Art wie du redest und so“ _tobhahn


,,Omg ich wusste du bist schwul du bist total feminin…”

Ich:,,ja danke

„und lass uns jetzt über alle Mädchen Dinge reden” _steveurtate


„Du wirkst gar nicht so. Hätte ich bei dir nie gedacht.“ – mit Anerkennung in der Stimme, als sei es eine Auszeichnung, nicht dem als makelhaft empfundenen Klischee vom gemeinen Homo zu entsprechen. _beolba


Antwort auf mein Coming Out1: „Warum hast du nichts dagegen getan, als du gemerkt hast, das du schwul bist.“ _HartmutSchrewe


Wenn deine Eltern dir begründeterweise verbieten, in deiner Heimat über deine Sexualität oder auch nur neutral über LGBT-Rechte zu sprechen. Es wäre für unsere Familie der gesellschaftliche Tod. _flyingtomoon


Meinen Eltern wurde erzählt, dass ich schwul bin. Mein Vater war wütend. Meine Mutter hat geweint. Am Ende musste ich es leugnen, damit ich nicht auf der Straße lande. _sefaibalci


Das Suizidrisiko von jungen Lesben und Schwulen ist 4-7 mal höher als das von Jugendlichen im Allgemeinen. 18% haben einen oder mehrere Versuche hinter sich. Und eine Person dieser 18% bin ich. _TillOtter


In 13 Jahren Schulunterricht kam Homosexualität ein einziges Mal vor – im Zusammenhang mit Aids. _mannfrauundco


Gymnasium, ich war irgendwo zwischen 12 und 14. Klassenkameraden (sic!) nannten mich „schwul“, weil ich nicht Fußball spielte. Weil ich mit den Mädels abhing. Weil ich Tanzen ging. Ich wollte nicht schwul sein. Das war beleidigend. Das war schlecht. _Pfanddose


Bist du eigentlich schwul?

Wieso?

Na weil du so eng mit deinen Freunden bist

Und deine bunten Haare

Also?

Ähm ich hab keine Ahnung was ich bin und selbst wenn, geht dich das eigentlich auch nichts an

…ja aber bist du jetzt schwul? _Ju_Be_Su


Wenn meine Partnerin und ich gefühlt das einzige offen homosexuelle Paar unter Hunderten von Eltern, Gästen und Abiturientinnen beim Abiball 2018 sind. Blicke inklusive! _indyacapunk


Ich war in der Schule nie geoutet. Hatte an Jungs wie Mädels gleichermaßen Interesse. Dachte, ich sei asexuell, denn: Interesse an Jungs kanns ja nicht sein! Wir hatten keine geouteten, queeren Schüler an der Schule. 2 Wochen nach dem Abi: 6 SuS meiner Klasse geoutet. _Pfanddose


Ich in der Sekundarstufe 1 werde dauernd gefragt „Bist du schwul?“ Leute es hilft bei der Identitätsfindung nicht dauernd gefragt zu werden. Ja bin ich. Brauchte aber lange es zu verstehen/realisieren/zu sagen /zu sein. _Marek42164153


In den späten 80ern in einer Kleinstadt aufwachsen mit dem Gefühl, du bist der einzige in der ganzen Schule… es darf bloß keiner merken. Sich verstellen. Eine Fassade aufbauen. Nur kein falscher Blick. Sich nicht anmerken lassen, dass Sprüche verletzen. So anstrengend. _Matt_Breitinger


Früh gewusst, lange geschwiegen, ich habe gesehen, wie mit erwachsenen Queers umgegangen wurde, und das ging bis zum Verlust der Arbeit. _ReginaKuepper


Selbst viele „offen Schwule“ haben Schwierigkeiten zu sagen „Ich bin schwul“ oder „ich bin bi“

Es ist mit dem Wort schon eine gewisse Last verbunden finde ich. _SimonEuropa


Ich glaube wenn ich so lese, habe ich bis auf ne echt beschissene Schulzeit ab der 5. wo ich auch 1 Jahr einfach wegblieb wegen dem Mobbing dort und von der Schule flog, und ein paar dummen Sprüchen von Arbeitskollegen die aber an mir abprallen, echt Glück gehabt. _PatSnowpaw


Lese und erinnere mich an die Schulzeit, wo schwul sein die schlimmste Beschimpfung und Erniedrigung war. Mir wird schlecht wenn ich daran denke da selbst mitgemacht zu haben. _klausi_


Wer die Relevanz abspricht & die geschilderten Erfahrungen als Bagatellen/Wichtigtuerei abtut, der ist mit hoher Wahrscheinlichkeit Teil jenes gesellschaftlichen Klimas aus geheuchelter Toleranz, sexualmoralischem Rollback & Ignoranz, das den Hashtag erst nötig macht. _Aenigma


Die gesellschaftlich erlernte Unmöglichkeit des jugendlichen Ichs, die Möglichkeit des Queer-Seins überhaupt denken zu können. Die dämlichen Ausreden und Erklärungsversuche sich selbst gegenüber. Die resultierende Selbstverachtung. _s_krieger


Die innere Sedierung bei jedem in maskuliner Umgebung geäußertem homophoben Witz und Schimpfwort. Das gequälte Lächeln, das sich Wegdrehen, das eigene Schweigen. Die Scham darüber. Der Abfall des Selbstwertgefühls. Jedes Mal. s_krieger


Immer wieder abwägen, welche „Hinweise“ man wem gibt. Bspw. hat mich mein Fahrlehrer gefragt, ob ich zum CSD gehen würde.

Ich hab gelogen. Weil die Angst vor Verachtung so tief sitzt. _anonym


Jahrelang in der Schule Angst gehabt, jemand könnte *es* irgendwie rauskriegen. _anonym


1000 Mal überlegen, ob ich was zu dem Hashtag schreibe, weil ich weiß, dass nahestehende Menschen, vor denen ich ungeoutet bin, ab und an hier mitlesen. _anonym


Ich *schreibt freiwillige 10-seitige Hausarbeit über Transistoren und Dioden in Physik*

Physiklehrer *lobt vor der ganzen Klasse, bewertet mit einer 1*

Mitschüler: „Oh, die Lesbe macht mal was richtig, muss ja krass gewesen sein, was sie ausm Internet abgetippt hat!“ _tiliknewyou


Ich kann immer noch nicht gut darüber reden, dass ich lesbisch bin. Jedes Mal habe ich Angst neuen Freunden davon zu erzählen. Damals wussten nur wenige, dass ich eine Freundin hatte. Ich wollte Kommentaren, wie: „Ach… Durch mich wirst du wieder straight!!“ vermeiden. _GLaDyGamer


oder auch: das bewusste vermeiden von geschlechtsbezogenen begriffen, wenn es um das privatleben, urlaub etc. ging. brachte jahrelang dieses „mir ihr“ einfach nicht raus. fast die ganze eigene sprache umgestellt. nur um nichts verräterisches zu äußern… _zieterow22


Auf jeder Familienfeier, jedem Konzert, jeder öffentlichen Veranstaltung queerfeindliche Ausagen hören und sich überlegen müssen ob es den möglichen Ärger wert ist, was dagegen zu sagen. _pandaer1k


Mein Chef beim FSJ in einem Jugendzentrum hat mir gesagt, ich solle nicht „lachen wie so eine eklige gottverdammte Schwuchtel“. Hab das seinem Vorgesetzten berichtet und wurde von dem nur dauerhaft ignoriert. _TillOtter


Jemand der gerade herausfindet dass ich Schwul bin:

„Ey,nicht falsch verstehen wenn ich das Wort Schwul für irgendwas benutze oder so,ist halt so ein Wort

Ich:“Ok, nicht falsch verstehen wenn ich in einen Hundehaufen trete & sage;Bäh ist das Hetero,ist halt so ein Wort. _AndreGrabowski2


Ignoranz. Einfach nur pure Ignoranz in meiner Klasse für einen verdammten Monat nachdem ich – unfreiwillig – geoutet wurde. Bis einer den Arsch in der Hose hatte sich zu entschuldigen und mich wieder „aufzunehmen“. __aiyuki


Ich werde nie die Reaktion meiner ehemals besten Freundin auf mein Coming Out vergessen: “Ich… umarme dich trotzdem noch.“ _fluegelfeder


Zu kann ich nur schreiben, dass ich auch zu denen gehört habe, die Schwulenwitze gemacht haben. Bis ich ich mitbekam, dass ein schwuler Kumpel nichts gesagt hat. Und das hat mich getroffen. Manchmal bist du eben ein Arschloch, ohne es zu merken. _totengelichter


  • Du wirkst gar nicht lesbisch……
  • Bist du dir sicher?…..
  • Ist bestimmt nur eine Phase…..
  • Hattest du schon was mit Mânnern oder woher weißt du das du lesbisch bist? _slyke31

„…meine Partnerin….“

„Du bist lesbisch? Du wirkst gar nicht so. Du bist so normal.“

Aha. Tut mir leid, dass ich nicht deinem Stereotyp entspreche.

PS: Nur weil ich mit einer Frau zusammen bin, bin ich nicht unbedingt lesbisch. _CuriousZebra_


  • „du musst kein make-up tragen, wir haben verstanden, dass du schwul bist“
  • „wieso hast du dich entschieden schwul zu sein?“
  • „was bringt es dir schwul zu sein?“
  • „wieso muss ich das akzeptieren, wenn du nicht akzeptierst, dass ich was gegen schwule habe?“ – eltern _eindaddybear

„Wenn Lesben doch auch Frauen mit kurzen Haaren [+ andere „männliche“ Attribute] stehen, wieso stehen die nicht gleich auf Männer? Hahahaha“ Solche Aussagen kommen von der Familie, da fühlt man sich wohl. _papierplanet


„Wenn du echt nicht auf Männer stehst, wieso hat deine Freundin dann kurze Haare?“ _einfachMaria


Mein Bruder nachdem klar war, dass ich trans und gay bin und unser jüngster Bruder in einer Beziehung mit einem Mann ist: »Dann bin ich ja das einzige normale Kind in dieser Familie« _MAEXimum


Ich habe etwa 90% meiner Familie verloren, einfach nur, weil ich es gewagt habe, ich selbst zu sein. _FN2443


Der aller ätzendste Satz nach meinem Outing den ich bis heute immer noch zu hören bekomme ist: Das ist Chris, der ist schwul, aber sonst ein wirklich netter Typ.

Und ich habe tatsächlich lange versucht in allem der Beste zu sein um den vermeintlichen Makel auszugleichen. _InfraRiotGirl


Mein Freundeskreis ist progressiv und respektiert mich. Er ist auch nicht kleiner geworden. Viele sagen sogar nicht mehr Schwuchtel, weil sie wissen, dass ich es beleidigend & respektlos finde. _SirHansen


Das Gefühl zu haben, anderen (meine) Queerness aufzuzwingen oder zu nerven, wenn ich erwähne, wie toll „sie“ ist oder dass ich Schauspielerin XY heiß finde oder auf Nachfrage erkläre, dass ich keinen Freund habe, weil ich auf Frauen stehe. _mrlnxf


Mein Bruder: Schwule sind so abartig.

Ich sehe ihn eine weile kühl an ehe ich antworte: Ach, ist das so, ja?

Er schreckt merklich zusammen: Bis auf dich! Also wenn du das Trans Zeug durch hast, dann bist du der einzige den ich akzeptiere! _IceprinceNoah


Herzschlagen, Schweißausbruch und auf die Zunge beißen, wenn es irgendwo um LGBTQ* geht. Bloß nicht auffallen. _mrlnxf


Geoutet in der Schule als eine Gruppe von Mitschüler*innen mich „Schwuchtel“ genannt haben. JA, ICH BIN EINE SCHWUCHTEL. _TymScorpus


die socialmediaprofile vor den eltern verstecken, weil man angst hat, dass sie herausfinden könnten, das man trans ist. _everettnotross


Meine Mutter die meinte, ich dürfe mich nicht bei meinen Großeltern outen, sie würden mich aus der Familie ausschließen (mit Enterben und allem drum und dran) _jesuskokst


Beim Outing vor meinen Eltern meinte meine Mutter: „Wem hast du’s denn schon alles erzählt??! Wir müssen uns DAS ja jetzt nicht auf die Fahne schreiben. Muss ja keiner wissen.“ _Herbstwindkind


Nach meinem Outing, sagte meine Mutter „zum ersten mal bin ich froh, dass du ans andere Ende Deutschlands gezogen bist, sonst würden die Leute hier im Dorf ja über uns reden.“ _NicoLAS_VEGAS


„Das darfst du aber nicht den Großeltern sagen. Ach, zum Glück hast du das ausgelebt, als du ausgezogen bist, sonst hätte das noch die Runde gemacht.“ _monaaarg


ist auch, wenn deine „Outing-Strategie“ das Warten auf das Wegsterben der schwierigsten Verwandten in deinem Umfeld ist… _sistasonDE


Es hat mein halbes Leben lang gedauert, bis ich mich als trans outete. Es hat mein halbes Leben lang gedauert, weil mir mein halbes Leben lang gespiegelt wurde: das was du dir wünscht ist falsch und ekelhaft. Ich rede jetzt so viel über mich, weil ich endlich reden darf. _buzzaldrinsblog


Ich hätte es auch schon viel früher wissen sollen, mit zwölf waren die Zeichen bei mir schon sehr deutlich, aber die Darstellung von vielen Transfrauen und das Bild was dabei vermittelt wurde, haben mich zweifeln lassen. Mir haben Vorbilder gefehlt. _Saphirosa


Komplett zerstörtes Mutter-Kind-Verhältnis weil sie nicht dran glaubt dass ich trans bin. Extrem alleine fühlen aus Angst, anstatt out & proud zu sein. _forty_two_42_


„Ich wäre lieber als Mann zur Welt gekommen!“

„SO SAME!! Ich finde meine Periode auch so schrecklich!!“

For f*cks sake, darum geht es nicht!! _MalchikGray


Meine Oma über einen Transgender Freund von mir: „Sofern sie noch nicht operiert ist, bleibt es für mich eine sie.“ _batoutofhell


kolleg*innen, die transmenschen konsequent als „es“, als „dieses ding“, „kranke vögel“ oder ähnlich abwertend bezeichneten. ich fand sie so zum kotzen. _zieterow22


Wenn dein eigener Vater sich jahrelang weigert, dich beim korrekten Namen zu nennen. _notedbreadthief


Sogar in der lgbt+ community darum kämpfen müssen anerkannt zu werden. Stichwort asexuell. _SilverWolf2421


Als asexueller Schwuler bekomme ich oft sowas zu hören wie:

  • „Asexualität ist eine Krankheit.“
  • „Du kannst gar nicht asexuell und schwul sein.“
  • „Dann bist du ja gar kein richtiger Schwuler.“ _NicolasTransgay

„Weißt du, eigentlich bin ich asexuell!“

„Nein, das glaube ich eher weniger!“

Echt?? Woah, gut, dass wir nochmal drüber gesprochen haben!! FAST hätte ich gedacht, ich würde mich selbst kennen! Dann sorry, mein Fehler! _MalchikGray


Jahrelang nichts von Asexualität gewusst, wurde nie aufklärt.

Habe mich jahrelang nirgendwo dazugehörig gefühlt und war so verwirrt was meine Sexualität betrifft.

Nun habe ich Anschluss gefunden und mir wird eingeredet dass alles nur eine Phase sei oder ich unsicher bin. _nisosaur


  • „Du bist doch viel zu jung, um das wissen zu können“
  • „Wie kann man Sex nicht mögen du .. Blödi“
  • „Asexuelle wurden für ihre Asexualität nicht verfolgt und ermordet. Die gehören nicht zu LBGTQ+“
  • „Ihr wollt nur Aufmerksamkeiiiiiit“ _RainyRegenfeder

Fragt mich jemand, ob ich lesbisch bin, sage ich übrigens immer noch meistens ja.

Weil es mir in 9 von 10 Fällen zu anstrengend ist, meine Version von queer zu erklären. _RikeRandom


Vor einigen Jahren, bevor mir klar war, dass ich trans bin, fragte ich meine Mutter, wie es wäre, wenn ich statt eines Mädchens ein Junge wäre *hust*.

Ihre Antwort darauf: „Einen Jungen hätte ich eher geschlagen.“ _nicolastransgay


(Ich bin Trans (FtM)und bi ,

  • ,Also bist du jetzt ne Lesbe?“
  • ,,Das ist nur eine Phase“
  • ,,Du bist als Mädchen geboren, also akzeptier das gefälligst“
  • ,,Sollen wir dich jetzt mit,,es“ ansprechen?“
  • ,,Das haben dir diese Schwuchtelyoutuber nur eingeredet!“
  • ,,sei doch normal!“ _Bloodmoonkid

speziell zu lgbt-veranstaltungen gehen, um wenigstens mal irgendwo akzeptiert zu werden, und dann dort auch von jedem cis-kerl gesagt bekommen, er würde ja nie was mit nem trans typen anfangen, weil das is ja ekelhaft und ein „richtiger mann“ sei ich sowieso nicht. _genvalinor


Es schmerzt mich sehr, wenn cis Leute einen solchen Gegensatz konstruieren. Grade, wenn sie selbst schwul sind. Dass ich keinen Platz in der schwulen Community habe. Dass ich für viele gar nicht existiere. Und wenn doch, werde ich als Schwuler zweiter Klasse degradiert. Da kommen dann auch Sätze wie „Wir Lesben und Schwule müssen trans Menschen unterstützen.“ bei raus. _nicolastransgay


„Ich finde trotzdem nicht, dass zwei Männer ein Kind adoptieren sollten… Immerhin bin ich ein Mann und deshalb weiß ich ja, wie Männer sind. Sie wären eine Gefahr für das Kind.“

Warum hast du dann ein Kind? _onlyablueberry


Ich bin trans und auf das Wohlwollen meiner Ärzte angewiesen. Ich hatte Pech und bin an eine Psychotherapeutin geraten, die gerade mit Vollgas dabei ist, mir das ganze Jahr 2018 zu ruinieren, anstatt mich zu unterstützen, wie man das eigentlich von ihr erwarten dürfte. _FN2443


heißt für mich, jeden Tag irgendwie, irgendwo, irgendwann darüber zu stolpern, dass ich (meistens) genug zum Leben, aber weniger verdiene als meine Kolleg_innen. Für die gleiche Arbeit. Denn das Amtsgericht kürzt mein Einkommen für die Gutachter. _ein_fledertier


Meine Großmutter hat mir (ihrer einzigen Enkelin) bis heute nicht zur Hochzeit (Oktober 2014) gratuliert und meine Stieftochter (ihre einzige Urenkelin) nie kennengelernt. _pauledeluxe


14, erste Liebe. Mutter: „Die triffst du nicht mehr oder du fliegst!“

Warum ich mit knapp 15 von zuhause ausgezogen bin/wurde. _DubeAteo


1 Jahr später trafen meine Mutter und ich die Abmachung, dass wir uns aus dem Liebesleben des Anderen raushalten.

Ich konnte ihr nie meine Ex-Freunde vorstellen oder über Liebeskummer reden.

Sie hat hinter meinem Rücken geheiratet.

Wir haben uns also beide dran gehalten. _DasKleineBlaBla


In Pubertät meine Transidentität und mein lesbisches Begehren entdeckt. Aufgrund Mobbing, fehlenden Rollenvorbildern und abwertenden Kommentaren aus dem Umfeld lange versteckt. Outing erst mit Anfang 20, seit 2016 Begleittherapiezeit, Verheiratet und Mama. _AndersJenny


„Meinst du, dass deine Geschlechtsidentitätskrise nicht nur dadurch kommt, dass dein Körper so viel schlimmes erfahren hat? Du hast ja immer nur gesagt, dass du lieber ein Junge bist und NICHT, dass du schon immer einer warst. – Meine Mama _whisperingmoors


Als ich 16 Jahre alt war kam eines Nachts ein Familienmitglied in mein Zimmer, welches mich im Dunkeln festhielt und meinen Intimbereich anfasste, um zu „überprüfen“, ob ich eine Frau oder ein Mann sei. _NicolasTransgay


Ich wurde schon paar mal gefragt, warum ich mich so vehement für LGBT+ einsetze, wo ich selbst doch „normal“ bin. Unter könnt ihr lesen warum. _MeritSeto


Warum müssen Schwule immer so schrille Pride-Paraden machen? Können die nicht einfach zu Hause schwul sein?“ (Bekannter, der gerade zu Gast bei uns ist) _tobhahn


„Ich hab ja immer Lindenstraße geguckt bis die da gezeigt haben wie sich so zwei Männer küssen“ _tobhahn


Damals in der Lindenstraße als Tanja Schildknecht eine lesbische Storyline bekam und meine Mutter zu mir sagte „Wehe, du wirst so.“ _Lieveheersbees5


Bin Vegan und habe meine Konfirmation abgebrochen trotz religiöser Familie.

Schaue mit meiner Oma TV und es kommt ein lesbischer Charakter.

Oma: Du bist ja sowieso nicht so normal, ich hoffe das du nicht noch zusätzlich lesbisch bist.

Ich, pan sitze dort voller Angst. _Lets_Lara


Am späten Abend allein nach Hause gehen bedeutet für mich, den Regenbogenbutton zu verstecken, mich so unauffällig wie möglich zu verhalten und zu hoffen, dass ich von (angetrunkenen) Männern nicht zufällig als schwul gelesen werde und in Ärger gerate. _boyinterruptedd


Mit ist ja dann endlich meine Zeit gekommen…

Meine Zeit zu sagen, dass euch n Scheiß angeht, was ich durchstehen musste und muss, und ich eher mein Leben aufgebe als zur Belustigung Fremder mein Privatleben derart ans Schwarze Brett des Dorfes zu pinnen. [ich poste das mal ohne Quellenangabe]


Ich wollte mich nicht zu äußern. Gerade habe ich keine Kraft dafür, wieder von Trollen überrannt und beleidigt zu werden.

Aber mein 14-jähriges Ich, das wegen ihrer Sexualität in Müllcontainer (die man von innen nicht öffnen kann) gesteckt wurde, will gehört werden. _Flusswoelfin


Klassenkollege läuft hinter meinem Rücken durch die ganze Klasse und fragt alle „He, glaubst du ist der Flo schwul?!“. Einer der schlimmsten Tage in meinem Leben. Ich war richtig hilflos. _FBoschek


Schulzeit war als einzig offen schwuler Dude auf der Schule nicht so cool: In den Pausen auf dem Schulhof von ner Truppe Mitschülern eingekreist und bedroht werden; auf den Gängen hinterhergerufen kriegen man sollte sich das Leben nehmen. Mobbing en masse: Alltag. Ergh. _TillOtter


„aber du stehst doch jetzt nicht auf mich oder?“ _Allescla_ra


Ich tratsche mit einem Bekannten über Bettgeschichten. Ich, damals mit Freundin, meine, ich kann mich nicht beschweren. Er, irritiert: „Aber das ist doch kein RICHTIGER Sex.“ _KaenKazui


„Du musst eine Hormontherapie machen. Da ist was falsch bei dir“ _Caetline


Ich kann nicht mehr zählen, wir oft Menschen annahmen, ich sei homosexuell weil ich drei Schwestern habe.“ _HartmutSchrewe


…ob ich mir während der Schwangerschaft ein Mädchen gewünscht hätte, fragte eine Kinder-und Jugendpsychologin in Bezug auf die Homosexualität meines Sohnes. Ich habe die Zusammenarbeit lieber beendet. _dergrauekanal


„Da fehlt bestimmt die [Elternteil]-figur!“ _whisperingmoors


Selbst wenn die eigenen Erfahrung vergleichsweise harmlos bis positiv sind: Die Erfahrung anderer machen Angst, lassen zögern. _Shiku_


„Die Kinderlosen sollten bei dem Thema besser mal die Klappe halten“ Arbeitskollege kurz vor Eheöffnung und gemeinsamem Adoptionsrecht. _eurojackpot24


Workshop zur LGBT+ Community in der Schule. Von zwei Schwulen

Naja, trans Menschen wurden nur am Rande erwähnt

Trans wurde als eigenes Geschlecht dargestellt

Asexualität wurde in einem Nebensatz abgehakt und dann vergessen

Also eigentlich war es zu Lesben und Schwulen und mehr nicht. _notedbreadthief


Almost always being the only non-binary person. Having to educate other people about queer identities. Always having your orientation and gender identity understood as a political statement. _pandaer1k


Leute, die mich dazu verpflichtet sehen, ihnen meine Label zu erklären,mich zu rechtfertigen: Pan. NB. Genderfluid. Was ist das? Warum genau dieses Label? Bin ich mir sicher? Wie kann ich das wissen? Warum nicht Label x? A n d a u e r n d. Überall. Bei jeder Erwähnung. _queen_of_gore


„Lässt man sich als dieses… nicht-binäre da… eigentlich operieren?“ _hellarcadiagay


als ich mich bei meinen eltern geoutet hab, und einen binder wollte

„jeder muss irgendwie mit seinem körper klarkommen“ _1punkmensch


Talking to then-best friend: „Well I can tolerate trans people, they’re just born like that, but people who can’t decide what gender they are are sick and just want to trick people.“ Couldn’t stay friends after that. _pandaer1k


„Ich hab ja nichts gegen Schwule oder Lesben oder Transgender Leute, aber die ganzen Genderfluiden gehen mir etwas zu weit. Verstehe die Ideologie dahinter nicht.“ Macht immer wieder Spaß, als verrückt hingestellt zu werden! Nicht! _MalchikGray


Unter , und berichten Menschen über strukturelle Benachteiligung, Diskrimierung und Gewalt, genau wie unter und . (Immer wieder) wichtig zu lesen. _JasminSarahBr


und ermöglichen, die Probleme anzusprechen In jedem Büro, in jeder Branche, in jeder Klasse, in jedem Sportverein, an jeder Bar, in jedem Freundeskreis, in jeder WG, in allen Medien, in allen Parteien, jeder Familie, in jeder Schicht, im Bahnbistro… _Le_Ann_Fr


, nicht zu wissen wo man anfangen soll zu erzählen, weil ich nicht öffentlich drüber rede. _Dahie


Ich habe in der Straßenbahn meinen Kopf auf die Schulter meiner Freundin gelegt weil es mir nicht gut ging. Wir wurden von einem Nazi mit einem Messer bedroht. _AnonymerKeks161


Und wenn es nicht böse gemeint war und trotzdem böse und verletzend ankam, dann vielleicht, weil wir uns in einer queerfeindlichen Gesellschaft daran gewöhnt haben, dafür so behandelt zu werden.

Spricht auch nicht für die Gesellschaft. _Pfanddose


Haben Menschen, die in ihrer heteronormativen Welt gefangen sind, schon mal darüber nachgedacht, dass sie feminine Lesben und maskuline schwule Männer genau deswegen nicht erkennen (wollen)? _einfachMaria_


Es gibt einige Parallelen bei der Diskriminierung von Frauen und Homosexuellen.

Lesben bekommen dabei die volle Breitseite der Doppeldiskriminierung ab. _HartmutSchrewe


„Sie sind mit einer Frau zusammen? Aha, dann hatten Sie also noch nie richtigen Sex.“ -Gynäkologin _CuriousZebra_


Diese unzähligen Aufforderungen für einen Dreier.  _countessleto


Wenn du dir im Club jemanden aufreißt. Dann rausgehst, um bisschen zu quatschten. Und sofort ein fremder Mann herkommt, dich angrinst und ungeniert fragt, ob wir mit ihm nach Hause gehen wollen.

Logik: Lesben gibt es gar nicht. Sie tun das nur, um Männern zu gefallen. _tschinderle


‚also ihr seid zwei biologische MÄDCHEN, die sich aber sicher sind, dass sie jungs sind und ihr seid zusammen. das ist ja nicht so normal.‘ _kerrlmerx


Ein schwuler Bekannter sagt erklärend in Richtung Ehemann: „damals war er noch bisexuell, er kannte mich noch nicht, er war verwirrt.“

Meine zukünftige Frau und ich (beide Bi) so:

¡W H A T! _sbkDiggi17


  • „Ihr wollt doch nur besonders sein“
  • „Und ich identifiziere mich als Kampfhubschrauber hahaha lol“
  • „Es gibt zwei biologische Geschlechter. Alles andere sind psychische Krankheiten“
  • „Aber was bist du denn WIRKLICH??“
    Thema non-binary. Zum Glück nicht alles selbst erlebt. _RainyRegenfeder

  • ‚Pan, okay, aber dieses poly wird doch jetzt echt ein Selbstfindungstrip.‘
  • ‚Whoa, so mit mehr Leuten? Das klingt eher psychisch gestört, sorry.‘
  • ‚Finde mal eine ordentliche Frau, dann wirst du auch echt lesbisch‘ _poly_ravenclaw

„mir hat mal jemand in einer Nachricht geschrieben: „Unser Freund ist jetzt unsere Freundin und wir laden sie trotzdem immer noch zum Essen ein.“ _buzzaldrinsblog


„Warum hast du denn deine Haare abgeschnitten? Lang stand dir doch so gut! Jetzt siehst du aus wie ein Junge! Und die Klamotten dazu. Du bist/warst doch so ein hübsches Mädel!“

Newsflash: ich bin immer noch ein hübsches Mädel! Meine Freundin sieht das übrigens auch so! _SpaceCowBara


Ich auf ner Familienfeier „Wir haben uns ja lange nicht gesehen. Aber dein Nagelack…bedeutet das was? Ich meine du bist ja ein Junge“ _Marek42164153


„Du hast eine schöne Handschrift, haben das alle Schwule?“ _joelkraus_


Grillparty: „Hallo Robert, schön, dass du da bist, der „Sowieso“ kommt auch gleich, der ist auch schwul.“ _ReiseRobby


Bekommt zum Geburstag 4 Kalender mit nackten Männern /Tiny Rosa Werkzeugkoffer geschenkt.

„du bist doch schwul, du magst das sicher“ [kicher] _machi1701


Freundin meiner Mutter beschreibt irgendeine Frau als „Die, die aussieht als sei sie mal ein Mann gewesen.“ Während ich, offener trans Mann, daneben sitze. _notedbreadthief


Vor Beginn des CSD stehen eine Freundin und ich in Bi-Flaggen gehüllt am Straßenrand. Ein älterer Mann im Regenbogenshirt kommt auf uns zu, fragt nach der Bedeutung der Flaggen und fragt nach der Antwort abschätzig „Könnt ihr euch nicht einfach für eins entscheiden?“ _lana_greenlake


  • „Ach klar, die Selbstfindungsphase.“
  • „Irgendwann entscheidest du dich für ein Geschlecht.“
  • „Is‘ ja aber auch momentan totaler Trend.“
  • „Bald gibt’s keine Heteros mehr! Was dann?!“
  • „Aber wenn du dich entscheiden MÜSSTEST…-„
  • „Aber Lesbensex ist doch voll ekelhaft?“ _humanight1

  • „Du siehst doch voll gut aus, wieso stehst du denn auf Frauen? Das hast du doch gar nicht nötig.“
  • „Du bist Bi? Sieht man dir gar nicht an.“
  • „Musst nur mal richtig gevögelt werden.“
  • „Du hast ja jetzt doch einen Mann geheiratet, dann bist du jetzt wieder normal?“ _MaditaSternberg

Nach dem 4. Outing bei meinen Eltern habe ich aufgegeben. Es lohnt einfach nicht, wenn sie wenige Tage später doch wieder so tun, als hätte es das Gespräch nie gegeben. _A_Jurtzki


1 jahr nach meinem ComingOut im Freundeskreis habe ich mir die Haare von hüftlang auf 3mm abschneiden lassen.

Kommentar von Freunden „Hast du dich jetzt endgültig für Frauen entschieden? Hab doch gesagt, dieses bi-sein war nur ne Phase“ _SveaCaro


„Mama ich habe einen Freund“ „Das muss ich erstmal verkraften, das du nicht normal bist.“ _marchi1701


meine mom: rannte zum arzt und ließ sich beruhigungsmittel verschreiben, weil ich ihr „DAS“ antat.

ich gab mir dann mühe, wieder „normal“ zu sein.

(und hasste mich) _zieterow22


„Ich hätte dich damals in die Hecke spritzen sollen“

…( von meinem Vater als ich zwangsweise geoutet wurde und dazu stehen musste und es auch getan habe) _StephanHegger


Mit „+1“ auf die Hochzeit eines Verwandten eingeladen werden, aber von Dritten verboten bekommen, die Partnerin mitzunehmen, „weil es nicht um dich gehe und das die Braut aus dem Mittelpunkt rücken würde“ _KrawallKiwi


Meine Mama war nachdem ich mich ihr gegenüber geoutet habe, absolut dagegen dass ich mich in der Schule oute. Ich weiß bis heute nicht, ob sie mich nur schützen wollte oder ein Problem damit hat. _graueblumen


Ein Ex Freund von mir könnte auch noch etwas dazu sagen, aber als seine Eltern heraus fanden das er homosexuell war, sich Sorgen um den Ruf im Dorf machten und ihm darum das Leben zu Hölle machten hat er sich umgebracht. Mit 19 Jahren. _StephanHegger


Was meine Familie so zu mir sagt:

  • ‚wir gehen zu einer familienfeier, bleib zuhause, sonst müssen wir uns für dich schämen‘
  • ‚was haben wir falsch gemacht, dass wir so ne tr*nse bekommen haben?‘
  • ‚wir hätten dir öfters aufs maul hauen sollen‘ _homolordt

Nie den Sprach-Chat in Multiplayer Spielen nutzen können, weil du trans bist. Hass und Beschimpfungen sind Alltag. _Dana_Lurchliebe


Probleme zu haben, von deren Existenz ein Großteil der Bevölkerung nichts weiß , Nur-Mann-und-Frau-im-Eheregister…. _LemaSdn


Asexuell sein und sich immer wieder bis in die Mittzwanziger die Frage stellen müssen, was mit einem nicht stimmt, nur weil man den Hype um Sex und Beziehungen nicht nachfühlen kann.

Und dann das Erwachen, wenn man realisiert, dass es dafür einen Namen gibt. _Chan_to_the_Ho


Wenn man als bisexueller trans Mann in schwulen Kreisen wie unsichtbar ist und nicht ernst genommen wird, weil man deren körperlichen Normen nicht entspricht und gleichzeitig noch mit Stereotypen über bi Menschen konfrontiert wird. _daydreamer1796


„Du bist nicht bi, du willst nur Aufmerksamkeit!“ _mianjanssen


„Vielleicht wärst du nicht single, wenn du nicht immer so raushängen lassen würdest, dass du bi bist.“ _bildungsburger


„Ich denke nicht, dass jemand auf Männer und Frauen stehen kann. Der wird sich eben irgendwann entscheiden.“ _onlyablueberry


‚Hä, du hast deinen Freund schon seit x Jahren, wieso solltest du da bi sein?‘ _browniemance


„Stehst du auch auf Gegenstände? Tiere? Kinder?“ _mrlnxf


Fragte uns vor Jahren so ein Depp: „Wer ist von euch beiden der Mann?“

Ich antwortete: „An geraden Tagen ich, an ungeraden sie.“ _GwenDragonTek


weil jedes outing mit dem anlegen einer inneren rüstung beginnt.

gegen „ich hab nichts gegen schwule, aber…“

„das hätte ich nie von dir gedacht….“

„das ist doch gar kein thema, warum musst du denn darüber reden?“ usw. _KlemensKetelhut


Die toxische Toleranz des „Schwulsein? Gar kein Problem. Alles völlig normal. Lasst uns einfach nur nicht drüber reden.“ _s_krieger


„ja ich hab ja nichts gegen schwul aber müsst ihr das alle so raushängen lassen? du legst es wirklich darauf an von irgendwelchen Nazis zusammengeschlagen zu werden, oder?“ _timothyagemusic


Auch wenn ich viel Selbstvertrauen habe & mir die Meinung vieler Menschen egal ist. Überlege ich immer 2 Mal, ob ich wirklich mit „Frauen“schuhe & Lippenstift im Gesicht auf die Straße gehe. _TymScorpus


„Warum habt ihr eigentlich eine Flagge aber es gibt keine Hetero-Flagge? Gleiches Recht für alle, gerade du musst doch verstehen dass das Diskriminierung gegen Heteros ist!“ _timothyagemusic


„Ihr dürft doch heiraten? Was wollt ihr denn noch?“ _mariabraeu13915


Für meine Schwiegereltern existierte ich einfach nicht.

Der Sohn konnte und durfte nicht schwul sein. Ignorieren und totschweigen macht „es“ inexistent.

Meine Schwiegermutter starb nach 10 Jahren, mein Schwiegervater 7 Jahre später.

Habe sie nie kennengelernt. _VanGestern


Meine Mutter bedauerte nach meinem coming out, dass ich „nie“ Kinder haben werden. Heute bin ich die einzige von drei Töchtern mit Nachwuchs. Leider hat sie das nicht mehr erlebt. _Andreacmeyer


Ein Kollege: „Können Sie uns einen kleinen Text zu S/M und ähnlichen Praktiken schreiben? Sie kennen sich da doch sicher aus, Sie sind ja schwul.“ _mannfrauundco, Journalist


Eine ehemalige Chefin zum Chefarzt: „Wir brauchen endlich einen Mann im Team.“ Der Chefarzt lacht und alle gucken mich an. _ichunddieabwehr [queere Ärztin?]


Nach dem 2. Auftritt bei dem ich ein Liebeslied an meinen Freund gesungen hatte, kam ein Z-Promi zu mir und sagte: „Ey du hast Talent, aber lass das ganze Schwuchtel-Zeug und zieh dir mal was Vernünftiges an.“ _TillOtter


bei einer grösseren Firma in der Provinz beworben. Sollte „Ehefrau“ zur Vertragsunterzeichnung mitbringen. Erzählte einem anderen Manager, dass ich einen Ehemann habe. Am Tag der Vertragsunterzeichnung betretenes Schweigen. Vorwurf, ich hätte die Firma hintergangen. _mooksberlin


Jedesmal vorm Outing darüber nachdenken ob es einem im Beruf schaden könnte. _labatteuse


„Den Bi-Sticker auf auf deinem Laptop machst du aber noch ab, bevor du ein Seminar gibst, oder? Was sollen denn deine Studis denken?“ _bildungsburger


„Bei dem besser an der Wand lang gehen!“ Als Tipp unter „Kollegen“ über mich. _EureWortschaft


Protipp: Alle Fragen und Kommentare, die ihr gegenüber heterosexuellen/cis-Menschen nicht bringen würdet, weil sie einfach zu dämlich und übergriffig sind, sind auch bei allen anderen Menschen zu dämlich und übergriffig. _einfachMaria_


Und trotzdem überlege ich bei jedem neuen Arbeitsumfeld:

Erzählst Du direkt locker flockig, dass Du mit einem Mann verheiratet bist?

Wie wird das Umfeld reagieren? _monZeitgeist


‚bist du n mädchen??‘

ne

‚hä n junge oder was???‘

hmmh

‚achsooo ne transe haha‘ _kerrlmerx


„Wenn du trans wärst, könntest du keinen Sex haben. Transen (sic!) hassen doch ihren Körper, die können sich doch nicht nackt sehen.“ _omegaonmars_


achja, meine mutter „nein, du bleibst für mich [deadname], ich nenn dich nicht alex, ich hab mir was bei dem namen gedacht!“ _1punkmensch


denkt ihr bitte dran, eure binären hetero standards NICHT auf personen zu projizieren, die keine äußerlichen queer-merkmale aufweisen? (es ist irre anstrengend) _Bart___


Mein Partner und ich gehen auf dem CSD Hand in Hand und knutschend mit der Parade mit, wir haben beide Bi Flaggen als Umhang, sogar eine ins Gesicht gemalt. Wir werden mehrmals angepöbelt das Heteros hier nichts zu suchen haben. Wir sind beide bi. Auch LGBT+ sind blind. _lana_greenlake


Ich bin 30 Jahre alt, bin seit 9 Jahren mit meinem Mann zusammen und habe mich erst vor 2 Jahren geoutet. Mein Leben war eine Lüge und meine Eltern kennen mich kaum. _NicoLAS_VEGAS


LGBT culture is your parents knowing absolutely nothing about you. _tumblr: heterophobicflint


Bei diesem Hashtag von Heteros nicht verstanden werden, weil sie oftmals nicht wissen, was „Queer“ bedeutet. _weltlage


Sich nicht outen wollen, um sein Sexleben nicht mit anderen ausdiskutieren zu müssen. Das ist Privatsache, goddammit. _whoopwhoop1001


Als ich aufwuchs, waren Hella von Sinnen und Martina Navratilova die einzigen , die ich kannte. So wollte ich nicht sein. _Andreacmeyer


Noch ein Klassiker: „Sowas hat in einer Kinderserie doch einfach nichts zu suchen. Das verwirrt die Kinder doch nur!“ _KaenKazui


Boa ist das schlimm diese ganze Beiträge zu lesen Selbst die harmlosen zeigen ein Bild von “ du gehörst eben nicht dazu“ Du bist in besten Fall ein Kuriosum. _marchi1701


Mit (Ex)-Freundin abends unterwegs. Glatzen näherten sich uns. Sie streiten darüber ob wir Frauen wären. 1 greift mich an & schiebt mir seine Hände unters Hemd. Er zieht mir die Bandagen runter mit denen ich meine Brüste abgebunden hatte. „Bist ja doch ein echtes Mädel.“ _Zesyra


Wenn das Schönste auf der Welt – ein Kuss, eine Umarmung, eine Zärtlichkeit – in der Öffentlichkeit Überwindung bedeutet. _svenlehmann


Noch bis Anfang der 90iger Jahre hatten alle Homokneipen+Discos in die ich ging Klappen i.d. Eingangstür Man musste klingeln u. wurde zunächst durch die Klappe angesehen bevor sich d.Tür öffnete. Ich fand das zickig , bis ich das erste mal einen Schlägerüberfall erlebte. _InfraRiotGirl


Mit 13 nen Typen angezeigt, der mich online massiv belästigt, sogar konkrete (Mord)drohungen ausgesprochen hat.

Cop: „Sag jetzt mal ehrlich: du kennst den doch auch in echt, oder? Ihr kennt euch doch alle untereinander! _Souplemur


An alle: ich freue mich über jeden Kuss, jedes Händchenhalten, jede Sichtbarkeit vom nicht-Heten in der Öffentlichkeit.

Wir sind doch auch so viele, nicht nur hier im Internet. _LemaSdn


Lese , nicke sehr oft, bin wieder 15 und habe Angst davor, ich zu sein. _herrurbach


Ich habe das große Glück, nichts zu beitragen zu können, außer, dass mein Freund keine öffentlichen Liebesbezeigungen (Händchenhalten etc.) will. Nach dem Lesen verstehe ich immer besser, warum. _MadMatheMatiker


Ich habe jede Menge zu erzählen, aber das hat mich ehrlich gesagt noch nie weiter gebracht. Eher hat es mich zurückgeworfen, denn niemand will sowas hören. _TrishaSiobhan


Hui, unter fühlt sich jetzt aber sehr vieles sehr vertraut an. Und dabei würde ich immer sagen, dass mir noch nie „was schlimmes“ passiert ist – aber die kleinen Dinge sind ja manchmal dann doch auch schlimm. _Ina_Steinbach


Lese und denke, ach, so schlimm war das ja nicht, doch langsam tröpfeln die verdrängten Erinnerungen … _Andreacmeyer


Man vergräbt die blöden Sprüche, legt sich evtl. Konter zurecht, steckt das alles weg & ignoriert es. Man ist ja schließlich stark & es gibt ja auch Wichtigeres im Leben. Will die Aufmerksamkeit auf die schönen Dinge richten. Ich sags mal wie es trotzdem ist: Scheiße. _Herbstwindkind


Boa ist das schlimm diese ganze Beiträge zu lesen Selbst die harmlosen zeigen ein Bild von “ du gehörst eben nicht dazu“ Du bist in besten Fall ein Kuriosum. _marchi1701


Ich will meine Kraft eigentlich nicht dazu verwenden, die schlechten Erfahrungen wieder aufzuwärmen.

Aber es ist einfach wichtig, dass das mal in die Köpfe dieser ignoranten Menschen geht: Ja verdammt, LGBT-Themen & deren Diskriminierung geht euch auch etwas an!! _Herbstwindkind


Wie mir einmal eine Zigarette auf der Brust ausgedämpft wurde, weil ich schwul bin und ich im ersten Moment den Fehler bei mir gesucht habe (zu offensichtlich nach außen getragen?) _CGaerner


„Sowas hat man früher vergast“ _DubeAteo


Ausflug mit der Schulklasse ins KZ Sachsenhausen. Uns wird erzählt, dass hier viele Homosexuelle inhaftiert waren. Alle gucken mich an. Einer sagt: „Hier gehörst du hin.“ _Zesyra

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alle Tweets: gepostet zwischen 15. August und 18. August, ca. 2 Uhr morgens.

der Hashtag startete am 13. August 2018, durch Hartmut Schrewe.

„Ich habe und als großzügige Geste empfunden, dass mich Menschen an ihren ganz persönlichen Erfahrungen teilhaben lassen und ich lernen und mich vielleicht selbst ertappen darf.“

..

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ich dachte nicht, dass ich selbst viel zum Hashtag beizutragen hatte.

doch während ich die vielen Tweets las, merkte ich, wie viel Ungesagtes, Verwandtes mir dabei einfällt – ohne Überlegen.

ich bräuchte ewig, um zu sammeln, welche Entwertungen, Ausschlüsse es z.B. für  und  (Rassismus)-Betroffene gibt.

wer Entwertung oder Hass selbst erlebt, hat da einen RIESEN-Wissensvorsprung.

weiter gedacht heißt das:

kein Wunder, dass jemand, die/der z.B. Rassismus erfährt

  • klüger über Rassismus schreibt
  • Interessanteres zu sagen hat
  • Rassismus klarer erkennt und benennt
  • bessere z.B. Kunst über Rassismus macht als ich, der Nicht-Betroffene.

deshalb: hört Betroffenen zu – statt solche Beiträge sofort zu relativieren, in Frage zu stellen, Kritik am Stil, Ton oder an der „Taktik“ und „Wirkung“ zu üben.

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meine #meQueer-Tweets:

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„Ich

  • verhalte mich ganz normal
  • passe mich an
  • gehe nicht mit meiner Sexualität hausieren
  • glaube, niemand muss wissen, mit wem ich schlafe…und deshalb ist MIR noch nichts Schlimmes passiert.
    seid ruhig queer – aber spart euch das Lautsein und die Auffälligkeit!“

das Gefühl, mir etwas KRASS Sexuelles, Derbes, Profanes zu erlauben.

mein ganzes Umfeld mit was zu konfrontieren, das sie lieber nicht wüssten.

die Angst, dass die Geduld endet & ich ne „Rechnung“ zahlen muss, Schmuddel-Sexualität in ihr Leben eingeschleppt zu haben.


„Oh! Eine queere Figur. Toll!“ „Ja – in neuen Serien muss es ja jetzt immer etwas Extremes oder Abnormales geben.“


„Jetzt gibt es schon Wonder Woman UND Black Panther, im Kino. Jetzt noch eine lesbische Batwoman? So langsam wirds übertrieben!“


„Ah, du liest ein schwules Buch / magst schwule TV-Figuren, weil du schwul bist. Ich bin normal. Für mich ist das nichts.“


„Ich habe mich in meinem Dorf nicht wohl gefühlt. Ich lernte die erste queere Frau mit… ca. 20 kennen!“

„Und DESHALB magst du dein Dorf nicht? Das ist doch völlig egal.“

nein.

mir entging so viel Welt, Realität, Vielstimmigkeit.


  • liest gern
  • unsportlich, ungeschickt
  • ist mit Frauen befreundet…wurde als „Indiz“ meiner Queerness verstanden. als käme das als Komplett-Paket, und als seien Jungs, die so sind, per se queer, suspekt, verdächtig.

„Franz kommt auch zur Weihnachtsfeier, aber Franz mag GAR KEINE Schwulen und Franz findet Schwule GANZ schlecht und Franz ist da immer GANZ beklommen und… Stefan? Warum kuckst du so lustlos, jedes Weihnachten?“


klar kann man „ganz nebenbei“, „selbstverständlich“ eine queere Erfahrung erwähnen, um sich zu outen. doch ich hatte mit 24 meinen ersten schwulen Kuss… und dachte zuvor: *glaubt* man mir meine Queerness überhaupt – so lange es NUR um Begehren geht, ohne Praxis?


wer sich outet, ist dann ein „Berufsschwuler“, eine „Berufslesbe“. wer öffentlich spricht, fährt „die Mitleidsschiene“, will daraus „Kapital schlagen“ oder „predigt zu seinen Gleichgesinnten“.


„Und jetzt bist du homosexuell…“

„Ich bin bi.“

„Na ja. Stefan muss sich wieder das Ungewöhnlichste aussuchen. Wie immer.“


„Gay Pride? Ihr seid STOLZ und wollt beklatscht werden – dafür?“

Ich lese dieses ‚Pride‘ als ‚Ich schäme mich nicht‘, nicht als ‚Ich sehe meine Queerness als Leistung‘ – aber, hey: Mut, Selbstbewusstsein, Kraft zu haben, auf nem CSD zu feiern, IST ne Leistung.


„Ihr habt doch schon alles erreicht! Ihr SEID doch überall.“

  • „Hast du queere Kolleg*innen?“ – „Woher soll ich das wissen?“
  • „Gabs queere Lehrer*innen?“ – „Vielleicht gerüchteweise.“
  • „Nenn mir eine lesbische Autorin!“ – „Was haben Bettgeschichten mit Literatur zu tun?“

kaum queere Figuren / Role Models hieß für mich mit ca. 14:

  • aber alle Männer sind mir unsympathisch
  • aber Analsex? boah, nein!
  • aber ich will nicht tuntig und modisch/gepflegt sein= okay. bisexuell bin ich wohl nicht. queer „werden“ & ich selbst bleiben? geht nicht.

2+ Jahre Beziehung (in Toronto) – ohne, die Eltern meines Partners je zu treffen.

„Sie können mit meinem Schwulsein leben – so lange ich ihnen alles Konkrete erspare.“


„Oh nein – warum hast du mir gezeigt, wie dein Freund aussieht? Jetzt muss ich mir ja RICHTIG vorstellen, wie ihr Analsex habt und… boah. Ich wünschte, ich hätte das alles nie erfahren.“ Gleichaltriger, in der Clique.


Leute ekeln sich so sehr vor schwulem Sex, dass, steht in ner Umfrage „homosexual“ statt „gay“, intolerantere Urteile gefällt werden.

DESHALB schreiben AfDler etc. gern „Homosexuelle“.


X, Mitte 60, glaubt, „schwul“ sei eine Beleidigung. und sagte deshalb lange: „Oh – dieser nette Mann hier ist… anders geartet.“


v.a. ältere Leute, die plötzlich intime Fragen stellen.

weil sie glauben, queere Menschen hätten irgend eine Beschädigung oder Vernachlässigung erfahren und wurden aus z.B. Trauma oder Enttäuschung heraus queer.


jemandem sagen, dass ich queer bin, heißt jedes Mal: abwägen / in Kauf nehmen, dass die Person ablehnend reagiert oder mich dafür angreifen könnte.

ist da ein Abhängigkeitsverhältnis, lasse ichs lieber.


ich habe mich erst geoutet, als ich „nichts mehr zu verlieren“ hatte und wusste, dass mich z.B. Familienmitglieder nicht mehr bestrafen, sanktionieren konnten. weil ich woanders lebte und sich mein Leben endlich ohne sie stabil finanziert.


„Aber Stefan: Warum hast dus UNS nicht früher gesagt?“

„Weil es 1000 Dinge gibt, die ich nicht über euch weiß. Und weil ich nicht sicher sein konnte, dass ich euch vertrauen kann und ihr es nicht gegen mich verwendet.“


„Das ist doch völlig normal. Jetzt hör also bitte ENDLICH auf, drüber zu reden und das in den Mittelpunkt zu stellen. Ist doch nur wichtig, falls man mit Leuten Sex haben will. Too much information!


„Na, wenn man sonst nichts hat, muss man sich eben darüber definieren, wen man bumst. also ICH bin Handballer, und Rheinlandpfälzer, und Beamter und habe zwei Kinder und ein Haus!“


„Dieter Nuhr etwa reißt die bekannten Homo-Zoten von Popo-Sex und der Seife unter der Dusche“, schreibt Johannes Kram (Link).

„Macht euch mal locker. Echte Akzeptanz heißt, dass ihr auch über euch selbst lacht, mit uns!“


ich sehe *so* viele Leute, die sich in queeren Netzwerken oder auf Tumblr „Fag“, „Schwuchtel“, „worthles bottom bitch“, „Sau“ usw. nennen. klar: viele werdens einfach „verrucht“ & kinky finden. ich verbitte es mir, wenn jemand versucht, mich sprachlich zu entwerten.


bei jedem Outing eines Bekannten oder Promis Diskussionen: „Sah man es dem/der nicht eh an?“ und „War der/die jetzt zu blöd oder in-die-Ecke-gedrängt, das zu verstecken?“, oder „RESPEKT: Man hat es nicht gemerkt! Der kam echt rüber wie ein normaler Mann!

Reply: „zumal viele das „Hätte ich gar nicht gedacht“ oder das „Sieht man dir gar nicht an“ für ein Kompliment halten.“

Reply von mir: „heterolike“ „masc4masc“ „nofagsnofems“


ein Freund von mir ist schwul, jüdisch, HIV-positiv und lebt mit ner Behinderung. spreche ich über ihn, beginnen manchmal Diskussionen, wofür er am meisten zu bemitleiden ist.


Leute werden wütend, wenn ich sage, ich fühle mich in Deutschland nicht wohl.

„Du hast doch echt Glück! Geh mal in andere Länder und warte, was DA mit euch passiert!“


ne Hochzeit feiern? ich stelle mir immer vor, wie alle alle Hetero-Paare, die kirchlich heirateten, uns sehen und denken „Das ist ein leerer und trauriger Abklatsch. Kein Brautkleid. Wohl keine Kinder. Keine Glamour-Frau“ etc.


der traurigste Tweet zu :

recht junger Mann liest viele neg. Tweets und will dem „was entgegen setzen“, Mut machen:

„Ich habe durchs Outing keine Freunde verloren. Viele sagen sogar nicht mehr ‚Schwuchtel‘ zu mir, weil sie wissen, dass ichs respektlos finde.“

SOGAR. 😦


tuntige Menschen, gender-nonconforming Menschen, auffällig queere Menschen in z.B. der Straßenbahn sehen und nicht wissen, wie ich ihnen signalisieren soll, dass ich sie für ihre Sichtbarkeit und für den Mut, aufzufallen, toll finde.


viele -Tweets, auf die Heteros am stärksten reagieren, haben mit Geschlechterrollen und engen, fiesen Geschlechtszuschreibungen zu tun.

wundert mich nicht: wir leiden echt ALLE unter Müll wie:

  • „ein normaler Junge“
  • „ein ordentliches Mädchen“
  • „ein attraktives Paar“

ich folge SO vielen Accounts queerer Männer hier, die täglich zeigen:

  • ich bin gepflegt
  • entspannt
  • locker und witzig
  • ich fühle mich wohl

ich wünschte, diese happy Boys würden bei mitreden – und zeigen: SO einfach und sonnig ist es auch für sie nicht immer:


ihr zeigt eure teuren Wohnungen

  • Trainungsklamotten
  • Basecaps
  • Turnschuhe
  • Le-Creuseut-Töpfe
  • Balkone
  • Desserts

& manchmal eure Unterwäsche + Haut.

ich freue mich für euch mit. wirklich. doch habt ihr Erfolgs-Schwulen GAR NICHTS beizutragen über Ungerechtigkeit, Ausgrenzung?


ein schwuler, selbstständiger Bekannter postete: „Sei immer wie eine Ente. Du musst ruhig, souverän wirken – während du unter Wasser paddelst wie verrückt.“

ich lebe anders. mich freut, falls unter auch „glückliche“ Erfolgs-Männer zeigen, wie schwer vieles ist.


mir macht Angst, wie oft „Identity Politics“ als Kampfbegriff verwendet wird. jedes Mal, wenn Marginalisierte ihre Stimme erheben, gibt es fünf Essays in z.B. der NZZ, die sagen:

„Diese Randgruppe sieht nur sich selbst und definiert sich zwanghaft über ihre Identität.“


Wenn Leute fragen: „Was sagen deine Eltern dazu?“

und dabei klingen wie „Und DAMIT kommst du durch? Straflos? DAS darfst du dir leisten?“


immer überlegen, ob ich nicht besser Positives, Lobendes teile – damit meine (tollen) nicht-queeren Freund*innen nicht denken: „Wie undankbar.“

auch, weil -Anekdoten mit Happy End VIEL mehr Likes kriegen oft. Hetero-Erleichterung: doch nur Einzelfälle?


bei jedem Twitter- und Insta-Profil, das eine Regenbogenflagge zeigt, wissen: diese Flagge hat euch etwas gekostet

  • Kraft, Überwindung, Mut
  • berufliche Chancen
  • Freundschaften, Anerkennung in der Familie
  • potenzielle Hetero-Follower*innen: „Der ist anders. Subkultur.“

„Dochdoch: ich habe gehört, ein Drittel aller trans Leute bereut ihre Umwandlung. Deshalb sind psychologische Gutachten so wichtig.“

wie kann diese Bullshit-Zahl so lang kursieren?


Schwule, die TOTAL freundlich, zugewandt sind – doch viele schlechte Erfahrungen in der Schule hatten und heute als Servicekraft oder Verkäufer arbeiten.

auch, weils da festen Rollen gibt – ein Gerüst, Regeln: dein Nettsein kann schlechter gegen dich verwendet werden.


„Ich kenne zwei Lesben – und finde die beide unsympathisch, farblos und…“

„…mache absurde Generalisierungen und kenne zu wenige Menschen, ja. Schade für dich.“


viele Freund*innen von mir studierten Pädagogik. ich frage regelmäßig: „Habt ihr an der Schule, im Kollegium queere Kolleg*innen? Sind sie out – auch vor den Klassen?“

bisher kam noch keine Antwort, die mir Mut machte.


„männerhassende“ Feminist*innen und/oder Lesben? kenne ich nicht – nur als Behauptung, Schreckgespenst.

frauenhassende (und: Femininität-hassende) Schwule? kenne ich Dutzende.


„Ach, Lesben. Die sehen ja echt GENAU SO aus wie Männer. Richtig männlich. igitt.“

vs. „Oh, ein trans Mann, der versucht, auszusehen wie ein Mann? Das klappt nicht. Du wirst nie ein Mann sein!“


„Was haben wir Schwulen eigentlich mit Lesben zu tun? Wir schleppen sie seit Jahrzehnten mit durch und bekommen doch nur nen Tritt in die Eier, weil sie über „lesbische Unsichtbarkeit“ jammern.“

[echter Kommentar.]


nervös auf queere Stars, TV-Figuren, Politiker*innen kucken und genau beobachten, wie meine Eltern auf sie reagieren: Haben sie Respekt?

immer, wenn sie keinen Respekt haben, wütend auf z.B. Hella von Sinnen sein; denken „Wegen DIR finden meine Eltern Queere schlecht!“


„Oh, du

  • rennst
  • redest
  • lachst
  • singst
  • rauchst aber ziemlich schwul!“ zu hören, ab ca. 12 (Rauchen ab17), heißt:

    jedes Mal, wenn ich das mache, überlegen, wie ichs anders/“männlicher“ mache.


„In jeder Soap gibts doch heute queere Paare. Das Thema ist durch!“

ich sah 20 Jahre . oft tolle queere Paare.

doch offen queere Schauspieler*innen dort? 20 Jahre, 400+ Rollen. ich kenne… 4?


gespiegelt zu kriegen, das was mit meinem Mann-Sein, meiner Maskulinität nicht stimmt und ich *deshalb* queer bin/“wurde“.

aufpassen, dass ich keine queeren Dinge tue, über die Leute danach sagen: „Ha! Hier sieht mans wieder: Euch fehlt einfach Männlichkeit!“


bei schwulen Dates wissen, dass mein Date mir oft lang erzählen wird, was scheiße an

  • „den meisten Schwulen“
  • schwulem Dating
  • Dating-Apps, Hook-up-Culture, Sexdates, Körpernormen ist.

dauernd Schwule treffen, die „Schwule hassen“ und „nicht wie andere Schwule sind“ und „nichts mit der Community am Hut haben“.


„Ich kaufe noch Snacks: Chips, Flips…“

„Schokolade?“

„Nein, nur Männer-Snacks. Frauen-Snacks haben wir noch daheim.“

„Moment: Alles Süße ist für dich: ‚Frauen-Snacks‘?“

„Klar. Frauen: süß. Männer: knusprig, salzig, deftig.“

„Ich mag Süßes!“

„Stefan: DU bist auch bi.“


Hetero-Freund*innen ein queeres Buch schenken und wissen:

wenn sie das kalt lässt oder abstößt, ist es wahrscheinlich wieder für eine Weile das letzte Mal, dass sie queeren Content lesen, freiwillig.


vor

  • Love, Simon
  • Brokeback Mountain
  • Die Mitte der Welt stehen

und wissen: ich würde Papa zwar gern nen queeren Film schenken zu Weihnachten – aber DAS trifft mich & unser Verhältnis halt null.


dauernd hören, dass irgendwas mit meinem Gender, meiner Gender-Performance, meinem Gender-Bewusstsein etc. nicht stimmt…

…weil: würde ich als Mann funktionieren, glücklich sein, würde ich doch keinen zweiten Mann suchen, der mir da was bestätigt oder kompensiert.


„Schwule und Lesben gehen ja noch – nur was soll diese LGTQIAbcdefgh“-Buchstabensuppe? Da will einfach jeder besonders sein und alle stecken sich in komische Schubladen, weil sie sind und nicht kapieren, dass JEDER anders voneinander ist.“


Freunde kucken bei jeder Frau, von der ich etwas will, was an ihr „männlich“ ist und, ob mich diese „männlichen“ Aspekte an ihr reizen. #bisexuell


„Ich kenne nen Schwarzen, der sagt dauernd N****kuss.“

: wissen, dass ich, wenn ich nicht widerspreche, ausdiskutiere, einschreite, mich entschieden wehre, ICH Kronzeuge/Beweismittel in ähnlichen Anekdoten über Queere werde. „Stefan stört es nicht.“


dauernd hören, „der Islam“ sei unser größter Feind.

dauernd hören, wir schaffen uns selbst ab, wenn wir eine offene Gesellschaft fordern.

dauernd: schwule Männer auf Twitter blocken, die Rassisten sind & Rassisten feiern.


mit Leuten Kinderfotos durchsehen und hoffen, dass niemand sagt:

„Kuck! DA konnte es man ja schon sehen, ahnen, wissen: Kuck mal, wie du sitzt, kuckst, was du anhast!“ etc.


wenn alte weiße Hetero-Kulturmänner plötzlich einen schwulen Mann loben, interviewen, empfehlen, feiern…

immer lange googeln:

  • ist der SO gefeierte Mann in der FDP?
  • ist er libertär?
  • ist er gegen Minderheitenrechte?
  • wettert er gegen die schwule Community? etc.

das selbe: jede Frau mit türkischstämmigem Namen, die plötzlich von Axel Springer gefeiert, empfohlen, bezahlt wird.


queere Kultur suchen. zu wenig finden. viel von dem, was beliebt ist, nicht mögen. mich dann fragen:

a) gebe ich mich trotzdem damit ab?

b) kritisiere ichs öffentlich – oder ist das unsolidarisch?

c) stimmt mit MIR was nicht: das gibts doch extra für Leute wie mich!


In meiner alten Schule stehen, ein Plakat sehen, auf dem #Vielfaltlieben steht und erstmal…

wütend und eifersüchtig sein. mich fragen: Wo waren solche Statements und Signale und Normalisierungen, als ich sie brauchte: vor 2002?


mich für jeden tuntigen, geschminkten, promisken, mädchenhaften, aggressiven, sexualisierten, lauten schwulen Mann schämen… weil ich Angst hatte, dass Leute denken, wir alle sind so. so gut, den Hass später hinter mir zu lasen.


2005: ich betreue ein Schreibprojekt, bei dem 15 Leute 6 Monate täglich teilen, welche Texte, Kultur etc. sie bewegt, begeistert. als eine Lesbe fast nur queere Kultur beschreibt, bitte ich, auch anderes zu nennen – „sonst bist du so ein Klischee.“ ich war ein Arsch.

warum war ich ein Arsch? mein Job wäre gewesen, die ganzen Heteros, die NICHTS Queeres teilen, bemerken, auf dem Schirm haben, zu fragen: „Hey – warum stemmt sie das alleine? Warum hätte das Projekt OHNE IHRE ARBEIT Null LGBT-Content?“


Ich finde dich halt scheiße – aber das hat nichts mit deiner Sexualität zu tun… aber das finde ich eh so scheiße an euch allen:

wenn man sagt, ihr seid scheiße, tut ihr gleich, als sei das Homophobie. das HASSE ich an Volk wie euch! typisch!“


„Du bist biologisch eine Frau und willst ein Mann sein? Das ist nunmal unmöglich. Und: Wenn du dich gegen geschlechtliche Zuschreibungen SO wehrst, wieso willst du dann in die Schublade ‚Mann‘? Wärs nicht egal, ob ich ‚er‘, ’sie‘, ‚es‘ sage?“


es gibt tolle deutschsprachige Accounts von trans Menschen.

doch mir fällt auf, dass fast alle Accounts Figuren, Zeichnungen etc. zeigen als Profilbild.

auch, weil jene, die sich und ihren Körper zeigen, dauernd hören „Boah! Wie es schon aussieht!“

gute Antwort von _nicolastransgayAuch weil viele trans Menschen online regelmäßig bedroht werden und deshalb Angst haben, dass das auch offline passiert, wenn sie zeigen, wer sie sind.


Jemand fragt sich, wie viele der geschilderten Erlebnisse auf Missverständnissen beruhen: Manchmal denkst du nur denkst. Am Ende doch nur Missverständnisse, die vom Gegenüber gar nicht böse gemeint sind. Ansonsten: Selbstbewusst, respektvoll und ohne Vorurteil das Problem gleich ansprechen! Und nicht erst bei „

meine Antwort:

du hast *keine* Ahnung, wie oft man als queerer Mensch überlegt:

war das jetzt wirklich nachweisbar unbestritteten tatsächlich böse gemeint?

und kann, sollte, darf ich da jetzt wirklich gefahrlos nachfragen – ohne, mir selbst damit zu schaden?


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Es geht nicht um Gruppenbildung, sondern um eine Dokumentation und das Sichtbarmachen von Gewalt in unserer Gesellschaft.

, , , , und liefern dazu jeweils eine Perspektive auf diese Gewalt.

_schreibt Tekay

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Queerness, Sex, Coming Out: Stefan Mesch & Antonio Capurro (Interview)

antonio-capurro-peru-interview.

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A Peruvian journalist contacted me on Facebook:

He saw that I took part in the „Daily Portrait“ photo project in 2016 (article about my experience: here)…

…and wanted to know more about my ideas on queerness, privacy, and sexuality.

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The interview will be published in Spanish at La Revista Diversa.

For my blog, here’s the (long, unedited) English version.

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Tell us about your childhood: Where did you grow up?

I’m 34. I grew up in a wealthy, rural town in Southern Germany: less than 2000 people, no train station. Everyone has a car, most people own their house. My childhood was okay – but I missed culture, diversity, intellectual life. I often point out that I didn’t interact with lesbians until 2003, when I moved away for college. There were two or three boys who were whispered to be gay in my high school – but no visible queerness.

What did you study?

I studied Creative Writing and Cultural Journalism; because I wanted to be an author and a book critic. The „book critic“ part worked out great, and I’m finally finishing my first novel. There is so much culture – literature, journalism, comic books, TV shows, online projects – that’s important and relevant to me: I’m good at scouting, learning, judging and explaining, and I want to be a part of these larger cultural (and sometimes: political) conversations.

Growing up, did you enjoy being nude?

I’m not an outdoor person, nor a sports person, and I have no great memories about enjoying nudity as a child. Quite early, I often felt that nudity had to do with humiliation: Only powerless people were nude. So I tried to stay dressed and not let my guard down. I don’t tan well, my skin is quite pale, and as a teenager, I thought that people would dislike my nude body.

How did you discover your queerness?

I always liked queer characters or people who fought gender stereotypes. Also, my village was so rural and… tense about masculinity that I felt „queer“ and „strange“ just for reading books or being friends with girls.

Sexually, I’m more often attracted to men than to women. Romantically, I had more crushes on girls than men. I think that by the time I was 15, I understood that I was bisexual. But the first man that felt like a possible romantic partner only showed up when I was 18.

How was your first time having gay sex?

I had sex with 26, with my first boyfriend. The relationship was exhausting, but worthwhile. Our sexual mechanics never worked out that well. We have chemistry – but we didn’t have much sex.

How was your coming-out?

I was nervous about my dad and waited until 2014 (!) to tell him. He was the biggest hurdle – although in the end, he surprised me. I gradually started talking to friends and family members since I was 20. I did not enjoy coming out because it felt like I gave up power. I felt like I had to tell people: „Here’s something intimate and sexual about me that doesn’t really concern you. So: Are you okay with it? Or are you disgusted? Come on: You may now judge me.“

I came out before I had boyfriends. Today, I love to introduce my grumpy partner to people and say: „Look! He’s great, we’re happy, I’m bisexual!“ But before I had a partner, it always felt like saying: „Do you want to know if I fantasize about men and/or women every time I jerk off?“ I was passionate about diversity and visibility and talked about that a lot, long before being out to everyone. But my personal sexuality, for the longest time, began and ended with masturbation and some unrequited crushes.

Why did you take part in the „Daily Portrait“ photo project? Did you think a lot before you decided to pose for a nude photo?

In 2013, an awesome Berlin painter, Martina Minette Dreier, asked me if I wanted to model for an oil painting. I sat for the portrait in the nude, and it felt great. In 2016, I lost a lot of weight. I always thought that very soon, I would be a balding, sad and awkward man – but when I realized that I liked my current body, I decided to take part in the project.

It still took a long time – 7 months – because I thought about shame, exposure and my credibility as a cultural journalist… but I wrote about this at length elsewhere, in a longer essay: Link.

Why did you decide to start a blog where you post nude self portrait photos?

I love selfies and quick snapshots, and in 2016, I spent much energy and time on Instagram. I don’t know what „exhibitionism“ means: If you define that as „I want to surprise people by showing my penis publicly or unexpectedly“, I am not an exhibitionist at all. I would not undress in public, or annoy or shock people with nudity. To me, unsolicited dick picks are a form of sexual harrassment.

But I knew that online, in places like Tumblr and Reddit, people who like my body type sometimes LOVE nude pictures of people, quite similar to me. I have never felt very desired by friends at school. But I like myself right now, and I thought: „Here’s the target audience for your nude body.“ I enjoy posting pics to that very specific audience.

Do you like erotic photography?

Yes. I don’t like classic masculinity. Also, young bodies often make me uncomfortable. I dislike many standard poses, and anything with twinks/boyish men.

Do you enjoy porn?

I love amateurs, and any kind of person who shares or overshares online. But I dislike the porn industry, the clichés, the standardized bodies, the exploitation. Lots of it feels sexist, boring and crude.

Do you consider yourself very sexual?

I’m not very sensual, I’m not very cuddly, I don’t enjoy touching many people. Also, I don’t like one night stands and I have spent many years without any sex. So I don’t think I’m „very sexual“. I do enjoy having sex and making out, though – and if I talk to friends, I’m surprised that most of them want less sex or have less energy for sex than me.

Do you consider yourself sexy or attractive?

I only have to be attractive to the one person that I want to attract right now: my partner. He likes me, so all is well. Generally, I don’t think I’m particularly sexy. But I know how to write well: I’ve learned some techniques. I think that in photography and taking selfies, there are many similar techniques. So: I’m learning how to appear sexy in photos. And I think I’m getting better.

What was the most bizarre experience in your life?

Sexuality-wise? Nothing wild. But in a gay bar in 2013, someone tapped my shoulder and said: „Sorry. A stranger just tried to piss on your shoe.“ I was annoyed because it felt completely tactless and disrespectful. If you’re friendly and ask nicely (and if I have some extra shoes), I’m the person to say „Yeah – whatever gets you off. Okay.“ But to try that, without asking?

What kind of feedback do you get from followers on Twitter, Facebook or Instagram?

I love giving and getting book recommendations, I want to share ideas with many people: I love my profiles and my feeds in these networks. If you ask about nudity: People pay me compliments, and often, gay men from Spain or Spanish-speaking countries contact me to say „I wish I could be as brave“ or „I wish I had the confidence to show my body online“. So far, I’ve had these conversations with five or six men; and they’re all Spanish-speaking. Maybe it has to do with catholicism…?

Have you ever meet online friends in person?

Most of the literature and journalism people that I’ve met since finishing university in 2009 were my Facebook friends before I eventually met them in person, yes.

Have you ever blocked people who bother you because they were only looking for sex?

I’ve blocked two or three people on Facebook because of hate speech or personal/political attacks. I never had problems with sexual harrassment. I have met all three of my boyfriends on datings sites – but I don’t like chatting there, and I often dislike the tone that German people use in „kinky“ networks like Gayromeo or Scruff: To me, German „dirty talk“ often sounds too degrading and shame-centered. „Filthy Pig“, „Worthless Fag“, „Pussyboi with Boypussy“ etc.

But even though that tone makes me run, I never personally felt disrespected, no.

What do you do when you are not working?

I love reading – books and articles and graphic novels. But as a book critic, I still can count that as work: Ideally, I just spend 12 to 14 hours a day reading, talking, learning and writing. I love cheap food and very cheap restaurants. And for a while last summer, I was in love with „Pokemon Go“.

What do you think about the new ways to make journalism – like citizen journalism?

If people are paid, they have more time and energy to write. On the other hand, there are passionate experts in every field – who can often do much deeper work because they have much more knowledge. I enjoy book blogs, wikis, fanzines, social media and all other places where people who are not trained journalists still have a voice. But I think that selecting stuff is my personal super-power: You can send me to „messy“ sites like Reddit, and I will ignore the hate-speech, the conspiracy theories and the overall unpleasant atmosphere… and just focus on the good writing and the good ideas that are still there. Theodore Sturgeon said that 90 percent of everything is crap/crud. So of course, 90 percent of „citizen journalism“ is crap, too. I want to focus on the other 10 percent – in every field.

I’m worried that every artistic or journalistic outlet I know is constantly asking for money: There are so many crowdfunding campaigns and kickstarters and patreon links etc. that I sometimes fear that as a journalist and writer I will never find a publisher who will pay me decently. Instead, it will be our job to constantly ask all friends for money and spend more and more time and effort on these campaigns.

Which authors or writers do you admire and what genres do you prefer?

My favorite classic novelists are Vladimir Nabokov, Thomas Wolfe and John Cowper Powys. My favorite living novelist is Stewart O’Nan. I have a soft spot for Young Adult literature (here, my favorite writer is A.S. King) and graphic novels and super-hero books (Greg Rucka). My favorite German writer is Dietmar Dath. Generally, I admire people who get raw and personal. And I enjoy domestic fiction – books about grief, sadness or families, often set in suburbia.

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I took part in a queer photo project, and wrote an essay about it for the Berlin Tagesspiegel (Link). my photo for the article was taken by Mike Wolff.

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Do you remember a gay movie or gay role on TV or cinema?

There are some popular gay favorites that I don’t enjoy: Oscar Wilde, „Queer as Folk“, musicals and pop divas, and many boarding-school novels like „A Separate Peace“ or German queer-ish classics like „Unterm Rad“ by Hermann Hesse or „Katz und Maus“ by Günther Grass.

My favorite German soap opera, „Verbotene Liebe“, started when I was 12 and almost always had compelling and fun queer characters – particularly lesbians. I didn’t like their most famous gay couple, Christian and Olli, because they were both quite masculine and sporty bland characters. In 2006, I was hooked on „As the World Turns“, a US soap opera, and the (dramatic and self-obsessed) gay character Luke Snyder.

In my early teens, I liked lesbian or gender-nonconforming heroines in „Lady Oscar“ and „Sailor Moon“. Today, I love Batwoman and many lesbian or queer comic book characters, often written by author Greg Rucka.

„Ugly Betty“ is queer, cheery and has a diverse and fun cast. As a kid, I enjoyed dandyesque, foppish characters like John Steel in „The Avengers“, Elim Garak in „Deep Space Nine“ or anyone played by Peter Cushing. I liked „Brokeback Mountain“. HBO’s „Looking“ bores me. I have tons of favorite queer authors: Alison Bechdel, Marcel Proust, Hubert Fichte. I loved David Levithan’s „Two Boys Kissing“.

What is the most comfortable place in your house or outside to ne naked?

I need warmth to feel comfortable, and I need privacy to be nude. There is no warm AND private outside place where I can be nude. Inside, I enjoy taking baths or showers, and I love overheated rooms, botanical gardens, greenhouses and saunas.

Are you thinking of recording videos or to show more your butt?

I move quite awkwardly and can’t imagine filming myself stripping without having to laugh. I think my butt looks okay, but every time I try to shoot a decent photo of it, it looks pale and flabby. Celebrities often post butt pics. But my pictures never turn out like this.

What is the part of your body that men like most?

I’m not flirting a lot, and I don’t ask what men who see me in person like about me. People who see me online sometimes comment on my scruffiness/body hair. But then: hair is just a common fetish.

What is the part of your body that you like the most?

Most strangers seem to understand that I’m usually friendly and interested: I don’t think I’m super-charismatic. But somehow, my body language signals „I’m smart and alert and friendly“, and I like that. I also like my eyes, when I’m not too tired.

If a magazine offered you money to pose nude on the cover or centerfold, would you say yes?

The „money“ part sounds weird: I don’t know if I ever want to feel like my sexuality or body can be bought. But yeah – I would partake in nude art, or sex-related projects.

Is there any sexual fantasy you want to make happen?

Bondage. Also, I have never done anything sexual outside/in nature.

How do you see LGBT rights in your country and worldwide?

I think visibility matters: It’s important to see and hear queer people in public, in culture and in schools. I don’t think most people even CAN be „anti-gay“ once they meet so many queer people that „I’m anti-gay“ sounds like „I’m anti-brown-eyed-people“.

I’d love to think that things get better. But the tone, aggression and hate of all these current backlashes – ISIS and Russia, Trump and European xenophobia – shock me almost every day: We can’t take civilization for granted. Or democracy. Or tolerance.

Is there more acceptance in your country?

More than when I was a kid? I hope so. There is no marriage equality yet, and gay couples can’t adopt, and too many people still think that you can’t have „Christian values“ and, at the same time, openly talk about homosexuality in schools. German politicians and pundits talk about „Leitkultur“ (a cultural standard about what it should mean to be a proper, „real“ German) a lot, and I think that as a country, we are obsessed with being „normal“ and „regular“.

Every time queer people want to be aknowledged for NOT „being normal“, people get angry quickly: Ideally, queer people, non-white people etc. should just work hard to blend in, and not address discrimination; the idea seems to be that if everyone acts „normal“ enough and never complains, no one would be discriminated against, anyways. I admire people who stand out. Or complain. Or fight to be aknowledged. That’s why I love activists, rabble-rousers and politically queer people.

Have you ever been to a gay wedding?

No. I spent lots of time in Toronto from 2009 to 2013, I’m close friends with three gay or lesbian Canadian couples, but I met them after they were married or I wasn’t in Canada when they had their ceremony. I have one German gay friend who is getting married this summer, but I haven’t met his partner yet – we only became friends last year. I wish I had more queer real-life Berlin friends, and I wish I had more older queer role models.

Single? Looking? Dating?

Since summer of 2014, I’m in a relationship with a German florist. Most of the time, I live with him in his Berlin apartment. It’s not an open relationship, and we both hope that we’ll stay together for decades. Everything is more fun when he is around. We’re crazy happy to have each other.

What do you know about my country, Peru?

For a couple of weeks in 2001, my mom had an au-pair from Peru: a very, very shy girl who was too nervous, quiet and demure. We never really established a connection, and she switched to another family. It felt like having a maid – it was uncomfortable for everyone.

I sampled and liked „The Cardboard House“ by Martin Àdán. But I don’t even know any other Peruvian literature.

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Queeres Literaturfestival „Empfindlichkeiten“: das Publikum

 

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Einlass-Stempel beim „Empfindlichkeiten“-Festival

 

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ohne, nachgezählt zu haben… rein nach Gefühl…

merke ich, im Literaturbetrieb:

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  • In Verlagen arbeiten UNGLAUBLICH viele junge Frauen.
  • In Presseabteilungen arbeiten fast NUR (unglaublich nette!) Frauen.
  • Verleger sind fast immer männlich.
  • Im Netz (besonder Twitter & Tumblr) sprechen queere Nordamerikaner*innen über ALLES.
  • Deutlich weniger queere Deutsche machen sich online sichtbar/angreifbar/verletzlich.
  • Deutsche lesbische Bekannte äußern sich online super-selten und sind oft super-zurückhaltend…
  • …und damit leider: super-unsichtbar.
  • Populäre Belletristik wird (fast nur) für Frauen vermarktet, gestaltet.
  • Meine belesensten Netz- und Blog-Freunde sind (fast nur) Frauen.
  • Die Menschen aber, die am lautesten kommentieren, auf ihrem Expertenstatus beharren, auf Facebook laut zetern, sich mit Verrissen profilieren… sind meist (eine Handvoll immergleiche) lesende Männer.
  • Je kleiner die Stadt, desto mehr Enthusiasmus für/Interesse an Lesungen.
  • Aber: Je kleiner die Stadt, desto grauer/älter das Publikum.

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Vieles ist nur ein vages Gefühl:

Ich mag, wenn Menschen nachzählen – und dabei Vorurteile bestätigen oder umwerfen, z.B. über (anspruchsvolle? anspruchslose?) Buchblogs oder Frauen auf Experten-Panels oder das Geschlechterverhältnis im Feuilleton oder LGBTQI-Figuren im Fernsehen.

Mein flüchtiger Eindruck, nach einigen Besuchen am Literarischen Colloquium Berlin: Dafür, dass das LCB *sehr* schick, bürgerlich, herrschaftlich am Wannsee thront, ist das Publikum (immer) recht jung, gemischt, urban. Aber: Dafür, dass „Empfindlichkeiten“ ein explizit queeres Festival ist, sind die Besucher*innen… eigentlich die selben, die ich z.B. auch beim LCB-Sommerfest der kleinen Verlage sehe.

Oder?

Mandy Seiler vom LCB macht „Empfindlichkeiten“-Fotos – und gibt mir Kopien, für den Blog.

Ich sehe DIESES „Empfindlichkeiten“-Foto:

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…und merke auf den ersten Blick:

Etwas stimmt nicht. SO sah das Publikum aus? Wirklich?

Erst, als ich weiterscrolle, wird klar: Das Foto stammt vom Vortag – und einer Lesung von Judith Hermann. Das Publikum bei „Empfindlichkeiten“ sieht anders aus. Nicht SO anders, dass ich sofort denke „Wow: Alle hier sind garantiert queer!“ Aber eben doch: männlicher, punkiger, less gender-conforming.

Mich freut, dass das auffällt.

Doch mich freut auch, dass es mir zuerst eben nicht auffällt.

Ich sehe das „Empfindlichkeiten“-Publikum – und denke: ein schöner Querschnitt.

Nicht: Nische. Abseits. Schutzraum. Exoten. Minderheit. Sondern: Menschen, wie ich sie auf jeder Sorte Lesung sehen will. Oder in der Schlange im Supermarkt. #diversity #zwanglos

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Empfindlichkeiten-Festival, LCB, 15.07.2016, Berlin. Foto: Tobias Bohm.

Empfindlichkeiten-Festival, LCB, 15.07.2016, Berlin. Foto: Tobias Bohm.

schwule, lesbische und trans-Jugendbücher: Empfehlungen

lgbt book recommendations

Top 10:

Fun Home. A Family Tragicomic: Eine Familie von Gezeichneten Two Boys Kissing The Amazing Adventures of Kavalier & Clay Ask the Passengers The Vast Fields of Ordinary

Stuck Rubber Baby The Lost Language Of Cranes Pedro and Me: Friendship, Loss, and What I Learned This Book Is Gay Natural Order

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this blog post is bilingual (German notes in orange)

ich poste auf Deutsch UND Englisch, dieses Mal

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lgbt young adult ya books

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since 2010, I sampled nearly 200 LGBTQQIA Young Adult novels. Here are my favorites: books that I have not read yet, but that pulled me in quickly, made it to my to-read-list and will be read soon. let me know what you think about the titles and put your own suggestions (or warnings!) in the comments. [the summaries that I quote for each book have been shortened and edited.]

seit 2010 suche ich Bücher mit schwulen, lesbischen, bi-, trans-, inter-, asexuellen, queeren Figuren. hier sind die Jugendbücher, deren Leseproben mich überzeugt haben und die ich mir vorgemerkt habe: ich freue mich über Ergänzungen und Kommentare! [die zitierten englischen Klappentexte sind gekürzt.] 

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01) NANCY GARDEN: Annie on my Mind

  • 234 pages, USA 1982
  • Germany: –
  • Goodreads: 3.95 of 5

„Two teenage girls whose friendship blossoms into love and who, despite pressures from family and school, promise to be true to each other and their feelings. This groundbreaking book has been banned from many school libraries and even publicly burned in Kansas City.“

  • smart, likeable, engaging YA pioneer: cute, calm, sane
  • stilles, intelligentes Jugendbuch über eine lesbische Freundschaft

Annie on My Mind

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02) JULIE MAYHEW: The Big Lie

  • 384 pages, UK 2015
  • Germany: –
  • Goodreads: 4.34 of 5

„Contemporary Nazi England: Jessika Keller obeys her father and does her best to impress Herr Fisher at the Bund Deutscher Mädel meetings. Her neighbour Clementine is outspoken and radical. And the regime has noticed. Jess cannot keep both her perfect life and her dearest friend. But which can she live without?“

  • an alternate history novel about a lesbian teenager trying to cope in a totalitarian UK
  • might be too didactic or simple
  • Nazis beherrschen England, und eine lesbische Schülerin sucht ihren Platz im Regime
  • könnte etwas platt oder simpel sein

The Big Lie
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03) AMI POLONSKY: Gracefully Grayson

  • 250 pages, USA 2014
  • Germany: –
  • Goodreads: 4.19 of 5

„Alone at home, twelve-year-old Grayson glows; but at school, he’s determined to fly under the radar. He has been holding onto a secret: “he” is a girl on the inside, stuck in the wrong gender’s body. Strengthened by an unexpected friendship and a caring teacher who gives her a chance to step into the spotlight, Grayson might finally have the tools to let her inner light shine.“

  • mainstream middle grade novel with a likeable narrator
  • sympathischer Mainstream für jüngere Leser*innen, vielleicht etwas seicht

Gracefully Grayson

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04) LISA WILLIAMSON: „The Art of being normal“

„David Piper has always been an outsider. His parents think he’s gay. The school bully thinks he’s a freak. Only his two best friends know the real truth – David wants to be a girl. On the first day at his new school Leo Denton has one goal – to be invisible. Attracting the attention of the most beautiful girl in year eleven is definitely not part of that plan. When Leo stands up for David in a fight, an unlikely friendship forms.“

    • likeable, but very slow novel about a trans girl
    • angelesen: sympathisch, aber zu langsam und, vielleicht, einfallslos/zahnlos

The Art of Being Normal

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05) KIEF HILLSBERY: War Boy

„Fleeing an abusive father, fourteen-year-old Radboy takes to the road with Jonnyboy, an older friend and mentor. On the bus, they hook up with Finn and Critter, a couple of speed-freak boyfriends. Later, Radboy stays behind in San Francisco, where the underground world inspires his own burgeoning sexual and emotional desires.“

  • deaf main character, a stream-of-consciousness narrative with Ebonics and street language… engaging, literary, likeable, but might be dated or too idealistic
  • gehörlose Hauptfigur, Straßen-, Skater-, Szenesprache (die deutsche Übersetzung kam nicht gut an), komplexer, lyrischer, aber vielleicht kitschiger Roman

War Boy

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06) BILL KONIGSBERG: Openly Straight

„Rafe is a normal teenager from Boulder, Colorado. He’s been out since 8th grade, and he isn’t teased, and he goes to other high schools and talks about tolerance and stuff. When he transfers to an all-boys‘ boarding school in New England, he decides to keep his sexuality a secret — not so much going back in the closet as starting over with a clean slate. But then he sees a classmate break down. He meets a teacher who challenges him to write his story. And most of all, he falls in love with Ben . . . who doesn’t even know that love is possible.“

  • Optimistic, witty, simple and engaging: a feel-good novel for an all-ages audience
  • sonniges, schlichtes, vielleicht etwas didaktisches Buch übers Dazugehören

Openly Straight

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07) BILL KONIGSBERG: The Porcupine of Truth

  • 336 pages, USA 2015
  • Germany: –
  • Goodreads: 4.05 of 5

„An epic road trip involving family history and gay history: Carson Smith is resigned to spending his summer in Billings, Montana, helping his mom take care of his father, a dying alcoholic he doesn’t really know. Then he meets Aisha Stinson, a [gay] beautiful girl who has run away from her difficult family, and Pastor John Logan, who’s long held a secret regarding Carson’s grandfather, who disappeared without warning or explanation thirty years before.“

  • mainstream novel about a straight (?) boy who crushes on a lesbian girl
  • heterosexueller (?) Junge verliebt sich während eines Road Trips in eine Lesbe
  • I also liked Konigsberg’s 2008 debut, „Out of the Pocket“ (about a gay quarterback)

The Porcupine of Truth …and: Out of the Pocket

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08) ANN BAUSUM: Stonewall. Breaking Out in the Fight for Gay Rights

  • 128 pages, USA 2015
  • Germany: –
  • Goodreads: 4.04 of 5

„In 1969 being gay in the United States was a criminal offense. People went to jail, lost jobs, and were disowned by their families for being gay. There were few safe havens. The Stonewall Inn, a Mafia-run, filthy, overpriced bar in New York City’s Greenwich Village, was one of them. One hot June night, when cops pounded on the door of the Stonewall, almost nothing went as planned. Tensions were high. The crowd refused to go away. The raid became a riot. The riot became a catalyst and triggered an explosive demand for gay rights.“

  • YA nonfiction: slim, but informative introduction to the gay pride movement’s history
  • kurzes, schlichtes Sachbuch, das erklärt, wie es zum Christopher Street Day etc. kam

Stonewall: Breaking Out in the Fight for Gay Rights

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09) KEN SETTERINGTON: Branded by the Pink Triangle

  • 155 pages, Canada 2013
  • Germany: –
  • Goodreads: 3.91 of 5

„Germany, especially Berlin, was one of the most tolerant places for homosexuals in the world. When the Nazis came to power, raids, arrests, prison sentences and expulsions became the daily reality. When the concentration camps were built, homosexuals were imprisoned along with Jews and any other groups the Nazis wanted to suppress. The pink triangle, sewn onto prison uniforms, became the symbol of the persecution of homosexuals, a persecution that would continue for many years after the war. A mix of historical research, first person accounts.“

  • YA nonfiction: slim, informative, suitable for all ages… and with reprints of pictures and documents. It’s annoying that there’s no German edition.
  • kurzes Sachbuch mit vielen Bildern und Dokumenten. absurd, dass es keine deutsche Version gibt.

Branded by the Pink Triangle

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10) APRIL SINCLAIR: „Coffee will make you black“

„Set on Chicago’s Southside in the mid-to-late 60s, April Sinclair writes frankly about a young black woman’s sexuality, and about the confusion Stevie faces when she realizes she’s more attracted to the school nurse — who is white — than her teenage boyfriend. Stevie is a bookworm, yet she longs to fit in with the cool crowd. Fighting her mother every step of the way, she begins to experiment with talkin‘ trash and „kicking butt“. With the assassination of Dr. King she gains a new political awareness.“

    • likeable historical mainstream novel
    • sympathischer Zeitgeschichte-Roman fürs breite Publikum

Coffee Will Make You Black

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11) BENJAMIN ALIRE SÁENZ: „Aristotle and Dante discover the Secrets of the Universe“

„Aristotle is an angry teen with a brother in prison. Dante is a know-it-all. As the loners start spending time together, they discover that they share a special friendship—the kind that changes lives.“

    • philosophical and big-hearted coming-of-age novel, super-popular with schools and educators
    • Pädagog*innen und Schulen lieben dieses weitherzige, nachdenkliche Buch über Freundschaft

Aristotle and Dante Discover the Secrets of the Universe

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12) ALEXANDER CHEE: Edinburgh

  • 224 pages, USA 2001
  • Germany: –
  • Goodreads: 4.22 of 5

„Twelve-year-old Fee is a gifted Korean-American soprano in a boys‘ choir in Maine whose choir director reveals himself to be a serial pedophile. Fee and his friends are forced to bear grief, shame, and pain that endure long after the director is imprisoned. Fee survives even as his friends do not, but a deep-seated horror and dread accompany him through his self-destructive college days and after, until he meets a beautiful young student named Warden and is forced to confront the demons of his brutal past.“

  • intense and very literary coming-of-age novel about trauma. I’m intrigued – but Alexander Chee can be stuffy and boring in his essays
  • literarischer Roman über Musik und Trauma. Chees Essays/Nonfiction-Texte sind oft recht langweilig – aber das Buch wirkt vielversprechend:

Edinburgh

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13) ADAM SILVERA: More happy than not

  • 293 pages, USA 2015
  • Germany: –
  • Goodreads: 4.23 of 5

„In the months after his father’s suicide, it’s been tough for 16-year-old Aaron Soto. When his girlfriend Genevieve leaves for a couple of weeks, Aaron spends all his time hanging out with this new guy, Thomas. Aaron’s crew notices, and they’re not exactly thrilled. But Aaron can’t deny the happiness Thomas brings. Aaron considers turning to the Leteo Institute’s revolutionary memory-alteration procedure to straighten himself out.“

  • urban novel about grief, with some sci-fi elements: I liked the tone
  • Großstadtroman über Trauer, mit Sci-Fi-Elementen: mir gefallen Ton und Stimmung

More Happy Than Not

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14) MICHELLE TEA: The passionate Mistakes and intricate Corruption of one Girl in America

  • 192 pages, USA 1998
  • Germany: –
  • Goodreads: 3.84 of 5

„The turbulent adventures of one girl in America as she moves from Boston’s teenage goth world to whoring in New Age Tucson before finally arriving in San Francisco’s dyke underground. Honest, sarcastic, lyrical and direct, Tea’s writing is possibly the most literate and sophisticated treatment of underground dyke culture ever written.“

  • fast, gritty and literary underground novel
  • schneller, gut geschriebener Underground- und Drogen-Roman

The Passionate Mistakes and Intricate Corruption of One Girl in America

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15) L.P. HARTLEY: The Go-Between

„Summering with a fellow schoolboy on a great English estate, Leo encounters a world of unimagined luxury. But when his friend’s beautiful older sister enlists him as the unwitting messenger in her illicit love affair, the aftershocks will be felt for years.“

  • calm, melancholic and very popular classic coming-of-age novel with a main character that might or might not be queer/gay/bisexual
  • traurig-schöner Coming-of-Age-Klassiker. ist die Hauptfigur bi/schwul? oder doch nur „verliebt“ in das erwachsene Liebespaar, für den es zum Botenjungen wird?

The Go-Between

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16) PAUL RUSSELL: Sea of Tranquility

  • 384 pages, USA 1994
  • Germany: –
  • Goodreads: 3.96 of 5

„An extreordinary novel that traces a disintegrating nuclear family across two tumultuous decades of American life – from the early ’60s to the ’80s – and is told in a quartet of voices: astronaut Allen Cloud, his wife, their gay son, Jonathan, and his friend/lover, ranging in time and emotion from the optimism of the first moon shot to the dark landscape of the age of AIDS.“

  • engaging domestic fiction / family novel
  • Familienroman mit zwei schwulen Figuren: kein Jugendbuch, aber viel Coming-of-Age

Sea of Tranquillity

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17) ZOE WHITTALL: Bottle Rocket Hearts

  • 189 pages, Canada 2007
  • Germany: –
  • Goodreads: 3.85 of 5

„Montreal: Revolution seems possible when you’re 18, like Eve. She is pining to get out of her parents‘ house and find a girl who wants to kiss her back. She meets Della: mysterious, defiantly non-monogamous, an avid separatist, and ten years older. On the night of the 1995 referendum, politics and romance come to a head and Eve’s naiveté begins to fade.“

  • political coming-of-age novel set in French-speaking Canada
  • politischer Coming-of-Age-Roman in Montreal

Bottle Rocket Hearts

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18) ROBIN TALLEY: Lies we tell ourselves

  • 384 pages, USA 2014
  • Germany: –
  • Goodreads: 4.05 of 5

„In 1959 Virginia, Sarah Dunbar is one of the first black students to attend the previously all-white Jefferson High School. Linda Hairston is the daughter of one of the town’s most vocal opponents of school integration. She has been taught all her life that the races should be kept separate but equal. Forced to work together on a school project, Sarah and Linda must confront harsh truths about race, power and how they really feel about one another.“

  • a lesbian mixed-race couple in a school in Virginia? this seems slow-moving, but intense.
  • lesbische Schülerinnen – eine weiß, eine schwarz – in den Südstaaten? der Roman beginnt langsam, aber ich habe hohe Erwartungen.

Lies We Tell Ourselves

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19) ANDREW SMITH: Stick

  • 292 pages, USA 2011
  • Germany: –
  • Goodreads: 4.10 of 5

„Fourteen-year-old Stark McClellan (nicknamed Stick because he’s tall and thin) is bullied for being “deformed” – he was born with only one ear. His older brother Bosten is always there to defend Stick. But the boys can’t defend one another from their abusive parents. When Stick realizes Bosten is gay, he knows that to survive his father’s anger, Bosten must leave home. Stick has to find his brother, or he will never feel whole again.“

  • one of the most popular gritty/sardonic/inventive/issue-pushing YA authors, I’m sure that Smith has smart things to say about abuse, family and homeless youths.
  • Smith ist einer der progressivsten und originellsten US-Jugendbuchautoren. ich bin sicher, er hat kluge Dinge zu sagen über misshandelte, obdachlose Teenager.

Stick

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20) SCOTT HEIM: Mysterious Skin

  • 292 pages, USA 1995
  • Germany: –
  • Goodreads: 4.08 of 5

„At the age of eight Brian Lackey is found bleeding under the crawl space of his house, having endured something so traumatic that he cannot remember an entire five–hour period of time. He begins to believe that he may have been the victim of an alien encounter. Neil McCormick is a teenage hustler and a terrorist of sorts.“

  • a thriller about child abuse, with hypersexualized characters: this might be pretty trashy… but pretty unique.
  • ein Thriller über schwule Teenager und Kindesmissbrauch: könnte trashig und durcheinander sein – ist aber auf jeden Fall originell.

Mysterious Skin

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21) KIM FIELDING: Motel. Pool.

  • 206 pages, USA 2014
  • Germany: –
  • Goodreads: 4.15 of 5

„In the mid-1950s, Jack Dayton flees his working-class prospects in Omaha and heads to Hollywood, convinced he’ll be the next James Dean. But poor decisions ultimately find him at a cheap motel off Route 66, lifeless at the bottom of the pool. Sixty years later, Tag Manning, feeling hopeless and empty, flees his most recent relationship mistake and finds he’s transporting a hitchhiking ghost. Jack and Tag come to find much-needed friends in each other.“

  • corny, but amusing and original gay romance road novel.
  • Trash/Kitsch, aber originall und amüsant: eine schwule Road-Romanze mit Geist.

Motel. Pool.

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22) JOSEPH OLSHAN: Nightswimmer

„Ten years ago, Will Kaplan and his lover went for a night swim in the Pacific Ocean—but only Will emerged. In the decade that followed, Will relocated to the other end of the continent, filling his days with shallow and pointless affairs, unable to come to terms with the bizarre disappearance that could have been a tragic drowning, a well-planned abandonment, or both. Immersing himself in New York’s gay bar and disco scene, and a hedonistic Fire Island culture darkened by the grim specter of AIDS, Will meets Sean Paris, a young man as tortured and damaged by the past as Will himself.“

  • melancholic, maybe kitschy relationship novel of the AIDS era
  • Liebe in Zeiten von AIDS: melancholischer, aber vllt. kitschiger Beziehungsroman

Nightswimmer

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23) MADELYN ARNOLD: Bird-Eyes

  • 240 pages, USA 1988
  • Germany: –
  • Goodreads: 3.89 of 5

„In 1963, being different can be illegal-as sixteen-year-old Latisha, a lesbian runaway, discovers when she is sentenced to treatment in the locked ward of a mental hospital for being „incorrigible“ and a threat to society. Her best friend in the ward is Anna, an older deaf woman committed for depression. Although she’s forbidden to communicate in sign language, Anna teaches Latisha and gives her a name: „Bird-Eyes.“A brilliant novel of friendship and defiance, of passion and resistance.“

  • dark and gripping coming-of-age novel
  • düsterer, mitreißender Coming-of-Age-Roman

Bird-Eyes (Stonewall Inn Editions)

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24) JO KNOWLES: See you at Harry’s

  • 310 pages, USA 2012
  • Germany: –
  • Goodreads: 4.09 of 5

„Twelve-year-old Fern feels invisible. Mom helps Dad run the family restaurant; Sarah is taking a gap year after high school; and Holden pretends that Mom and Dad and everyone else doesn’t know he’s gay, even as he fends off bullies at school. Then there’s Charlie: three years old, a „surprise“ baby, the center of everyone’s world. If it wasn’t for Ran, Fern’s calm and positive best friend, there’d be nowhere to turn. But then tragedy strikes- and Fern feels not only more alone than ever, but also responsible for the accident that has wrenched her family apart.“

  • feel-good, intelligent middle-grade novel
  • intelligentes Wohlfühl-Buch für Leser*innen zwischen 11 und 14

See You at Harry's

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25) MARY RENAULT: The Charioteer

  • 352 pages, UK 1953
  • Germany: –
  • Goodreads: 4.06 of 5

„World War II: Laurie Odell is sent to a rural veterans’ hospital in England to convalesce. There he befriends the young, bright Andrew, a conscientious objector serving as an orderly. As they find solace and companionship together in the idyllic surroundings of the hospital, their friendship blooms into a discreet, chaste romance. Then one day, Ralph Lanyon, a mentor from Laurie’s schoolboy days, suddenly reappears in Laurie’s life, and draws him into a tight-knit social circle of world-weary gay men. Laurie is forced to choose between the sweet ideals of innocence and the distinct pleasures of experience.“

  • one of the earliest gay mainstream novels: a well-written romance
  • populärer Bestseller aus den 50ern mit schwulen Figuren, kompetent geschrieben

The Charioteer

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26) LARRY DUPLECHAN: Blackbird

  • 225 pages, USA 1986
  • Germany: –
  • Goodreads: 4.05 of 5

„A funny, moving, gay coming-of-age novel about growing up black and gay in Southern California. The lead character, Johnnie Ray Rousseau, is a high school student upset at losing the lead role in the school staging of Romeo and Juliet; his best friend has been beaten badly by his father, and his girlfriend is pressuring him to have sex for the first time. All the while, he’s intrigued by Marshall MacNeill, a fellow drama class member.“

  • likeable and quick slice-of-life novel with a gay black main character.
  • sympathischer Alltags- und High-School-Roman mit einer schwulen Hauptfigur of Color.

Blackbird

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27) TOM SPANBAUER: Now is the Hour

  • 480 pages, USA 2006
  • Germany: –
  • Goodreads: 4.10 of 5

„The year is 1967, and Rigby John Klusener, seventeen years old and finally leaving Pocatello, Idaho, is on the highway with his thumb out and a flower behind his ear, headed for San Francisco. Now Is the Hour traces his gradual emancipation from his strictly religious farming family and the small-minded, bigoted community.“

  • this could be overblown hippie trash… or a lyrical and grandiose coming-of-age opera.
  • sehr dick aufgetragen: könnte toll sein – aber vielleicht auch nur selbstverliebter Hippie-Trash.

Now Is the Hour

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28) MICHAEL CUNNINGHAM: A Home at the End of the World

„Two boyhood friends: Jonathan, lonely, introspective, and unsure of himself; and Bobby, hip, dark, and inarticulate. In New York after college, Bobby moves in with Jonathan and his roommate, Clare. Bobby and Clare fall in love, scuttling the plans of Jonathan, who is gay, to father Clare’s child. Then, when Clare and Bobby have a baby, the three move to a small house upstate to raise „their“ child together and, with an odd friend, Alice, create a new kind of family.“

  • Cunningham can be didactic and one-dimensional – but I like the themes of this book, and I’m eager to see if the characters are more than clichès
  • Cunningham kann didaktisch und dümmlich sein – aber die Fragen des Romans interesssieren mich, und ich bin gespannt, ob die Figuren mehr sind als Klischees.

A Home at the End of the World

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29) CHRISTOPHER BRAM: „Surprising myself“

„A brilliant debut novel about the relationship between a boy and his homosexual friend. After four years of living with relatives in Switzerland, seventeen-year-old Joel Scherzenlieb finds himself in the United States for the summer, working at a Boy Scout camp. There, he meets nineteen-year-old Corey Cobbett, a fellow counselor. Soon, Joel’s sarcastic, distant CIA father shows up and whisks him away to live with his mother, grandmother, and older sister on a farm in Virginia. As his dreams of going to college vanish, Joel faces his longest year yet. But everything changes when Corey returns to his life.“

  • it’s long, and it has elements of a conventional romance novel – but the author wrote „Gods and Monsters“ too, and I like the style.
  • vielleicht zu lang, vielleicht zu konventionell – aber der Autor hat die Vorlage zu „Gods and Monsters“ geschrieben… und hat Stil.

Surprising Myself: A Novel

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30) JAMES DAWSON: All of the Above

  • 319 pages, UK 2015
  • Germany: –
  • Goodreads: 4.31 of 5

„Sixteen-year-old Toria Bland arrives at her new school and meets the funny and foul-mouthed Polly, who’s the coolest girl that Toria has ever seen. Polly and the rest of the ‚alternative‘ kids take Toria under their wing. That’s when she meets the irresistible Nico Mancini, lead singer of a local band. Toria likes Nico, Nico likes Toria, but then there’s Polly…love and friendship have a funny way of going round in circles.“

  • I liked James Dawson’s self-help guide „This book is gay“. His novel has a goofy narrator and might be slightly immature – but so far, the constant joking is endearing.
  • Sehr viele Kalauer, recht pubertär – aber so schreibt James Dawson auch in „How to be Gay“, einem Ratgeber für Schüler*innen, den ich mochte.

All of the Above

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31) EILEEN MYLES: Cool for you

  • 200 pages, USA 2000
  • Germany: –
  • Goodreads: 3.84 of 5

„Grainy and stripped, this gritty novel traces the downbeat progress of a Catholic, working-class lesbian coming of age in Boston.“

  • sounds dark and depressing – but Myles in amazing stylist, and I enjoyed reading the first chapters.
  • klingt düster und deprimierend – aber Myles ist eine großartige Stilistin, und die ersten Kapitel machten mir Spaß.

Cool for You

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32) MICHAEL THOMAS FORD: Suicide Notes

  • 295 pages, USA 2008
  • Germany: –
  • Goodreads: 4.05 of 5

„Fifteen-year-old Jeff wakes up on New Year’s Day to find himself in the hospital. Make that the psychiatric ward. With the nutjobs. Clearly, this is all a huge mistake. Forget about the bandages on his wrists. Forget about his problems with his best friend, Allie, and her boyfriend, Burke. Jeff’s perfectly fine, perfectly normal, not like the other kids in the hospital with him. But a funny thing happens as his forty-five-day sentence drags on: the crazies start to seem less crazy. Suicide Notes is a darkly humorous novel that examines that fuzzy line between „normal“ and the rest of us.“

  • humorous mainstream YA novel about mental illness
  • Mainstream-YA-Roman über psychische Erkrankungen; humoristisch

Suicide Notes

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33) NON PRATT: Trouble

„When the entire high school finds out that Hannah Shepard is pregnant via her ex-best friend, she has a full-on meltdown in her backyard. The one witness: Aaron Tyler, a transfer student and the only boy who doesn’t seem to want to get into Hannah’s pants. Confused and scared, Hannah needs someone to be on her side. Wishing to make up for his own past mistakes, Aaron does the unthinkable and offers to pretend to be the father of Hannah’s unborn baby. Even more unbelievable, Hannah hears herself saying “yes.” Told in alternating perspectives between Hannah and Aaron, Trouble is the story of two teenagers helping each other to move forward in the wake of tragedy and devastating choices.“

  • comedic, but intelligent recent YA novel
  • aktueller Young-Adult-Roman: auf Pointe geschrieben, aber intelligent

Trouble

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34) K.M. SOEHNLEIN: The World of normal Boys

  • 282 pages, USA 2000
  • Germany: –
  • Goodreads: 3.96 of 5

„It is the late 1970s in suburban New Jersey, and while „normal boys“ are into cars, sports, and bullying their classmates, Robin Mackenzie enjoys day trips to New York City with his elegant mother. He dutifully plays the role of the good son for his meat-and-potatoes father, but everything changes in one, horrifying instant when a tragic accident wakes his family from their middle-American dream and plunges them into a spiral of slow destruction. As the MacKenzie family falls apart, Robin embarks on an explosive odyssey of sexual self-discovery that will take him into a complex future, beyond the world of normal boys.“

  • competently written, atmospheric coming-of-age
  • Coming-of-Age-Roman, atmosphärisch und stilsicher

The World of Normal Boys

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35) ARIN ANDREWS: Some Assembly Required: The not-so-secret Life of a transgender Teen

  • 256 pages, USA 2014
  • Germany: –
  • Goodreads: 3.93 of 5

„Seventeen-year-old Arin Andrews shares all the hilarious, painful, and poignant details of undergoing gender reassignment as a high school student in this winning memoir. He had been born in the body of a girl and there seemed to be no relief in sight. Arin reveals the challenges he faced as a girl, the humiliation and anger he felt after getting kicked out of his private school, and all the changes, both mental and physical, he experienced once his transition began. Arin also writes about the thrill of meeting and dating a young transgender woman named Katie Hill and the heartache that followed after they broke up.“

  • likeable and easy, but not very political memoir
  • Autobiografisches Buch über eine Geschlechtsangleichung: sympathisch, süffig, aber nicht sehr politisch

Some Assembly Required: The Not-So-Secret Life of a Transgender Teen

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36) EDWARD VAN DE VENDEL: Die Tage der Bluegrass-Liebe

  • Dutch YA novel, no English translation
  • 192 pages, Netherlands 1999
  • Germany: Carlsen Verlag, 2008
  • Goodreads: 3.79 of 5

„Ein Feriencamp in den USA. Tycho und Oliver, die dort in ihren Sommerferien arbeiten, verstehen sich von Anfang an besonders gut. Sie können wunderbar miteinander reden und lachen. Doch dann merkt Tycho, dass er mehr für Oliver empfindet als bloße Freundschaft. Nach der ersten Unsicherheit fühlt er sich zusammen mit Oliver stark, fast unbesiegbar. Daran kann auch der Rauswurf aus dem Camp nichts ändern.“

  • two teens fall in love in a US summer camp
  • sympathischer Mainstream

Die Tage der Bluegrass-Liebe

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37) FLOORTJE ZWIGTMANN: Ich, Adrian Mayfield

  • Dutch historical YA novel, no English translation
  • 510 pages, Netherlands 2005
  • Germany: Gerstenberg, 2008
  • Goodreads: 4.27 of 5

„London 1884. Adrian Mayfield ist keine 17 und Lehrjunge bei einem Maßschneider in Soho. Als er eines Tages seine Anstellung verliert, findet er Unterschlupf bei einem Kunstmaler namens Augustus Trops und beginnt, Modell zu sitzen. Beim Modellsitzen bleibt es nicht, zu Adrians allergrößtem Erstaunen: Ja, er liebt Männer! Im London dieser Zeit ein Verbrechen. Durch Trops erhält Adrian Zugang zu den erlesensten Künstlerkreisen Londons, an deren Spitze Oscar Wilde im Café Royal thront. Adrian beginnt Gefallen zu finden an dieser dekadenten Gesellschaft.“

  • historical novel about a witty gay upstart in London
  • nicht meine Ära, nicht mein Stil. aber es hat SEHR gute Kritiken und viele Fans.

Schijnbewegingen

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38) JULIE ANNE PETERS: Keeping you a Secret

„Being gay doesn’t have to be a secret anymore. With a steady boyfriend, the position of Student Council President, and a chance to go to an Ivy League college, high school life is just fine for Holland Jaeger. But when Cece Goddard comes to school, everything changes. They have undeniable feelings for each other. But how will others react to their developing relationship?“

  • I don’t like Peters because often, she is too slow and too on-the-nose. this resonated with readers, though, and I’ll give it a try.
  • gefällig, etwas langsam: ich bin kein Fan von Julie Anne Peters. das scheint eines ihrer stärkeren Bücher zu sein.

Keeping You a Secret

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39) JULIA WATTS: Finding H.F.

„Sixteen-year-old Heavenly Faith (H.F.) discovers she has a crush on a local college professor’s daughter, and embarks on a search for her missing mother.“

  • lightweight but likeable lesbian YA novel
  • recht leicht, aber liebenswert: YA-Novel über eine junge Lesbe

Finding H.F.

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40) EMILY M. DANFORTH: The Miseducation of Cameron Post

  • 470 pages, USA 2012
  • Germany: –
  • Goodreads: 3.96 of 5

„When Cameron Post’s parents die suddenly in a car crash, her shocking first thought is relief. Relief they’ll never know that, hours earlier, she had been kissing a girl. Cam is soon forced to move in with her conservative aunt Ruth and her well-intentioned but hopelessly old-fashioned grandmother. Survival in Miles City, Montana, means blending in. Then Coley Taylor moves to town. Beautiful, pickup-driving Coley is a perfect cowgirl with the perfect boyfriend to match. She and Cam forge an unexpected and intense friendship — one that seems to leave room for something more to emerge. But just as that starts to seem like a real possibility, ultrareligious Aunt Ruth takes drastic action to ‘fix’ her niece.“

  • the lesbian YA title I’m most eager to read
  • das lesbische Jugendbuch, in das ich die größten Hoffnungen setze

The Miseducation of Cameron Post

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15 books that I did not enjoy and won’t recommend / gelesen und nicht gemocht:

Someday This Pain Will Be Useful to You Maurice A Wolf at the Table Between Mom and Jo Are You My Mother?

The Mysteries of Pittsburgh While England Sleeps The Body of Jonah Boyd Back Where He Started Leave Myself Behind

A Separate Peace Spätsommer. Hate: A Romance Skim I Am Not Myself These Days

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people love Andreas Steinhöfel’s kitschy, overwrought and emotionally fake „Die Mitte der Welt“/“The Center of the World“ (Germany, 1998). I can’t recommend it at all / keine Empfehlung:

The Center of the World

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…and Hubert Fichte is one of my favorite authors – there has not been a book of his that I didn’t like, so far – but I would not classify him as „YA literature“: very, very literary and demanding coming-of-age novels / sperrige, tolle deutsche Klassiker über Identität und Coming-of-Age… aber keine „Young Adult“-Bücher: Hubert Fichte, einer meiner Lieblingsautoren:

Detlev's Imitations The Orphanage

gute Goodreads-Liste mit weiteren deutschen oder ins Deutsche übersetzten Titeln, zum mit-Voten: Link

selfie mai 2015

LGBT Graphic Novels: Recommendations for Teens & Young Adults

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Good Graphic Novels for school libraries, teenagers and a Young Adult audience… with GLBTQ themes?

Over at „DC Women Kicking Ass“ (Link), one of my favorite feminist super-hero blogs, author/webmaster Sue opened an interesting discussion:

„A while back, I got a request for a list of LGBQT Young Adult graphic novels for a High School library.

So far I have Young Avengers, Runaways, Pedro and Me, Tough Love, Strangers in Paradise, Skim and Batwoman.

Please let me know your recommendations and I will compile a list and publish it.

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I read lots of „literary“, more serious graphic novels this winter (recommendations here, Link), so for starters, here are some strong, personal recommendations:

Inclusive, serious, engaging titles for a young audience that will work well in a school setting / book club / discussion group:

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1: JUDD WINICK, „Pedro and me“, 192 pages, 2000.

gay main character  |  HIV prevention  | activism  | reality TV  | gay-straight friendship  | Cuban immigrants  |  autobiographical

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2: ALISON BECHDEL, „Fun Home: A Family Tragicomic“, 232 pages, 2006.

lesbian narrator / main character  |  coming-of-age  | suicide  | identity politics  | family secrets  | living in the closet  |  homosexual parents  | autobiographical

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3: HOWARD CRUSE, „Stuck Rubber Baby“, 216 pages, 1995.

gay narrator / main character  |  journalism / documentary  |  coming-of-age  | civil rights  |  discrimination, politics, activism  |  1960ies small-town USA  |  pre-Stonewall

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4: DAVID SMALL, „Stitches: A Memoir“, 326 pages, 2009.

straight narrator / main character  |  throat cancer  | identity politics  |  coming-of-age | family secrets  | suicide  |  lesbian parent  |  living in the closet  |  autobiographical

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5: DAN PARENT, „Archie Comics presents: Kevin Keller“, 160 pages, 2012.

gay main character  |  middle school audience  |  coming-of-age  |  Don’t Ask Don’t Tell  |  cartoon / slice-of-life / humour  |  harmless / bowdlerized / non-sexualized

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queer-positive YA books with a focus on trauma, loss, bullying or teenage alienation:

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6: DANIEL CLOWES, „Ghost World“, 80 pages, 1998.

friendship between girls  |  alienation  |  dark humour  |  everyday life  |  post-high school career  |  small-town USA  |  hook-up culture  |  loneliness

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7: JOE KELLY, „I kill Giants“, 184 pages, 2009.

middle-school female narrator  |  alienation  |  magical realism  |  everyday life  |  friendship between girls  |  personal trauma  |  cancer  |  anger / abandonment issues

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8: SARAH LEAVITT, „Tangles: A Story about Alzheimers, my Mother and me“, 127 pages, 2010.

lesbian main character / narrator  |  Alzheimer’s  |  family secrets  |  mother-daughter-dynamics  |  loss  |  leaving for College  |  coming-of-age  |  everyday life  |  autobiographical

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9: BRYAN LEE O’MALLEY, „Lost at Sea“, 160 pages, 2003.

teenage, female main character  |  magical realism  |  coming-of-age  |  friendship  |  soul-searching  |  alienation  | road trips  |  acceptance  |  everyday life

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super-hero books with gay and lesbian heroines:

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10: GREG RUCKA, „Gotham Central: Half a Life“, 168 pages, 2005.

lesbian main character  |  police procedural  |  coming out  |  lesbian relationships  |  second-generation Puerto Ricans in the US  |  Batman  |  psychological thriller

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11: GREG RUCKA, „Batwoman: Elegy“, 176 pages, 2010.

lesbian main character  |  Batman  |  magic, monsters, horror  |  Don’t Ask Don’t Tell  |  power fantasy  |  family dynamics  |  military families  |  self-acceptance  |  loss

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in 2011, the – mediocre, crass and often poorly-written – monthly YA super-hero comic series „Teen Titans“ (Link) added a gay character, Bunker (Link). I can’t recommend the series, per se. But the character has gained a vocal following, and some media attention:

Notes from Bunker, Link (Tumblr)

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another note-worthy and worthwhile read / discussion is this (Link) letter column / exchange between Marvel writer Christos Gage (Link) and an anti-gay reader unhappy with teenage gay and lesbian characters in the „Avengers Academy“ series (Link).

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notable series / titles that I cannot recommend (because the LGBT part is marginal or the overall writing is too weak):

  • „Buffy: Season 8“ (Joss Whedon, Link)
  • „Y: The Last Man“ (Brian K. Vaughan, Link)
  • „Friends with Ghosts“ (Faith Erin Hicks, Link)
  • „Scott Pilgrim“ (Bryan Lee O’Malley, Link)

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titles I have not read myself, yet:

  • „Runaways“ (Brian K. Vaughan, Marvel Universe, Link)
  • „Young Avengers“ (Allan Heinberg, Marvel Universe, Link)
  • „Strangers in Paradise“ (Terri Moore, Link)
  • „Revolutionary Girl Utena“ (Chiho Saito, Manga, Link)
  • „Wandering Son“ (Takako Shimura, Manga, gender-nonconforming, transsexual (?) elementary school kids, Link)

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and finally: five LGBT prose novels / literary fiction for a High School audience that I enjoyed:

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