Miriam Toews

Töchter schreiben über Väter: Mareike Nieberding, Linn Ullmann, Elizabeth Garber bei Deutschlandfunk Kultur.

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Für Deutschlandfunk Kultur las ich drei aktuelle Bücher, in denen Töchter über ihre Väter schreiben…

…und über ihre Schwierigkeiten, mit den alternden Männern zu sprechen.

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Morgen – Donnerstag, 21. Juni 2018 – bin ich gegen 10.15 Uhr Studiogast in der „Lesart“, für ein ca. 6-Minuten-Gespräch mit Frank Meyer.

Der Audio-Link bleibt nur sechs Monate verfügbar.

Schon heute, hier im Blog: Thesen, Kurztexte und ein paar Links zum Themenfeld.

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Ich las:

MAREIKE NIEBERDING: „Ach, Papa. Wie mein Vater und ich wieder zueinanderfanden“ (Suhrkamp Nova, Februar 2018)

LINN ULLMANN, „Die Unruhigen. Roman (!)“ (Luchterhand, Juni 2018. Original: Norwegen 2015)

ELIZABETH GARBER, „Implosion. A Memoir of an Architect’s Daughter“ (She Writes Press, 12. Juni 2018. nicht auf Deutsch)

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Wie sprechen Töchter mit Vätern – und wie sprechen die Bücher darüber, wie schwer es ist, als Erwachsener mit wortkargen oder emotional kalten Männern neu ins Gespräch zu kommen? Den Generationskonflikt kannten Autor*innen der 68er-Generation: linke Töchter und Söhne, die ihre vom Krieg deformierten Väter (oft: Nazis) konfrontieren. Mir geht es um sanftere, jüngere Bücher.

Ich habe viele bleischwere Tochter-Vater-Lieblingsbücher: Liane Dirks schreibt in „Vier Arten, meinen Vater zu beerdigen“ über Missbrauch und Kolonialismus; Alison Bechdel erzählt im Comic „Fun Home“ vom Selbstmord ihres schwulen oder bisexuellen Vaters; auch Miriam Toews‘ „Mr. T, der Spatz und die Sorgen der Welt“ handelt vom Selbstmord des Vaters.

Stattdessen aber suchte ich nach aktuellen Büchern/Memoirs, die kleiner, intimer, alltäglicher sind: der Vater nicht als Monster oder lebenslanger Widersacher. Sondern als jemand, den die Welt überholt. und den man später, als Tochter, neu mitnehmen und einbinden will. Alle drei Bücher werden durch ihre Alltäglichkeit relevant: Die Autorinnen sprechen viel über Subjektivität, menschliche und literarische Versuche, Poetik: statt selbstbestimmt und autoritär aufzutreten (wie ihre Väter, in der Kindheit) wissen sie, dass ihr Erzählvorhaben auch scheitern kann.

Tastende Bücher, ohne Arroganz.

Ich suchte gezielt nach Töchtern, weil hier viel erzählt wird über neue Frauenbilder, Emanzipation… und eine ratlose ältere Männer-Generation, die sich neu erfinden sollte – doch meist einfach geschockt oder frustriert schweigt, verharrt. bei Vätern und Töchtern ist außerdem klar: der Vater kann kein 1-zu-1-Role-Model sein (wie in Vater-Sohn-Büchern):

Vor 30+ Jahren bestimmten diese Väter, wie Mädchen zu sein haben. Heute liegt die Macht, Verantwortung, Agency bei den Autorinnen, die als erwachsene Frauen abwägen müssen, wie sie über den Vater schreiben: Die Macht wandert von dem, der alles finanziert, normiert, wertet… zu der, die heute erzählt, normiert, wertet. Ich mag, wie macht- und schutzlos die Töchter sind, als Figuren, in der Kindheit… doch dass sie als Autor*innen ja ALLE Macht und Deutungshoheit über ihre Väter haben. Ich mag, dass alle Töchter versuchen, ihren Vätern etwas anzubieten, zurückzugeben etc.: „Du hast mir meine Kinderwelt gebaut. Jetzt bin ich erwachsen und nehme dich in meine… erwachsene, ganz eigene Welt mit.“ Spannend / dramatisch, wie schwer das ist – und wie vergeblich oft.

Die Bücher sind reizvoll, weil sie alltäglich, intim sind – und ich vieles gut mit der eigenen Familie/Kindheit abgleichen kann. Thema ist: Mein Vater baut mir eine Welt. an der ich mich reibe – und aus der ich raus wachse. Keiner der Väter in den Büchern meint es böse. Interessant, wie gesagt: wie Väter transportieren, wie Mädchen (später: Frauen) zu sein haben, was sich ziemt, wo sie sich in der Tochter sehen und, wo sie sich nicht sehen, weil sie verschiedene Geschlechter haben. Der Vater als Versorger, Richter, Autorität.

In Jugendbüchern kommt das kaum vor: Dort sind die Held*innen oft Waisen oder auf sich allein gestellt. Harper Lees „To kill a Mockingbird“ zeigt ein wunderbares, doch sehr idealisiertes Tochter-Vater-Gespann. Und, Überraschung: „Go set a Watchman“, Lees zuvor entstandenes, dunkleres, bittereres Buch, passt wunderbar in diese Memoir- und Nonfiction-Reihe über ambivalente, normierende Väter… und die Tochter, die da raus wächst.

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Mareike Nieberdings „Ach, Papa“ war ursprünglich für den Herbst 2017 angekündigt – unter dem Titel „Als wir das Reden vergaßen“.

Mein Vater wurde im Sommer 2016 60 – und wünschte sich von allen Gästen der Feier persönliche Texte. Doch weil er selbst so wenig Persönliches erzählt, schrieb ich eine Liste mit 200 Fragen (Link). Von Nieberding, einer ZEIT-Journalistin, vier Jahre jünger als ich (*1987) erhoffte ich mir einen recht persönlichen, vielleicht symptomatisierenden Blick auf diese Generation deutscher Väter/Männer:.

Doch „Ach, Papa“ kriegte, zusammen mit dem neuen Titel, ein zartrosa Cover – und vermittelt eher Landkindheits-, Wohlfühl-, Sehnsucht-nach-Zuhause-Atmosphäre.

Nieberdings Vater (stolz, stoisch, freundlich, warm, brummig) studierte in Freiburg und lebt mit der Familie bei Oldenburg. Nieberding zieht nach Berlin, doch kehrt für einen Tochter-Vater-Roadtrip bis nach Freiburg zurück. Unterwegs spricht sie über Lebensentwürfe, Träume, Heimat, Geborgenheit, Familienkonzepte. Ihr Vater sagt recht wenig – klingt vernünftig, aber bleibt, als Figur, stoisch und blass. Die beiden mögen sich: auf der Buchpremiere im Januar stand der Vater stolz, mit feuchtem Blick im Publikum.

Doch mich enttäuschte das Buch. Ich verstehe, dass man bei einem noch lebendem Vater nicht jeden Widerspruch, Konflikt ausbreiten will – und ich verstehe, dass ein gelungenes Tochter-Vater-Buch kein großes Trauma braucht: Ein undramatischer 190-Seiten-Text über einen etwas knorrigen Papa? Passt. Nur war hier, bei beiden Generationen, viel zu viel Scheu: Ein Vater, der seine Tochter fast nichts fragt, nicht wertet, wenig will, tut, ausspricht. Und eine Tochter, die auf 190 Seiten jeden Abgrund, jede harte Frage umgeht:

Ein übervorsichtiges, lauwarmes, defensives Buch – in dem niemand unsympathisch oder schwierig ist, doch bei dem ich mich trotzdem unangenehm berührt fühlte: Weil zwei Menschen, denen es offenbar nicht viel gibt, sich öffentlich zueinander zu positionieren… in der Öffentlichkeit stehen, nervös, befangen und norddeutsch-schmallippig.

Zwei Amazon-Statements, denen ich zustimme:

„Ich selbst gehöre einer ganz anderen Generation an und vielleicht ist das der Grund, warum ich mich immer wieder fragte „was will sie denn, sie hat doch ein tolles Verhältnis zu ihrem Vater“. Tatsächlich fand ich Mareikes Problem eher als Luxusproblem und ich hätte nicht von Entfremdung gesprochen. Was mir dieses Buch aver gegeben hat, war der Denkanstoß mich mit meinem eigenen Vater und seiner Vergangenheit zu beschäftigen, so intensiv, wie ich es vielleicht noch nie gemacht habe.“

„Um sich ihrem Vater anzunähern, schickt Nieberding ihm zum einen E-Mail-Fragebögen und unternimmt mit ihm außerdem einen Kurzurlaub in den Schwarzwald. Diese Passagen handelt von zweien, die keine Übung mehr darin haben, miteinander alleine zu sein. Allerdings kam mir Mareike Nieberdings Erkenntnis dann wenig spektakulär vor: „Auch ich hätte fragen können – und ebenso gut hätte ich auch einfach mal erzählen können.“ Stimmt – statt immer nur zu warten, dass ihr tiefschürfende Fragen gestellt werden. Ohnehin blieb bei mir der Eindruck zurück, den Vater trotz aller privaten Details zu wenig kennengelernt zu haben – wie steht er denn eigentlich zu der Entfremdung? Hat die Autorin ihn das eigentlich gefragt?

Als öffentliche Aufarbeitung ihrer eigenen Vater-Tochter-Beziehung hat Mareike Nieberding natürlich sowohl alle Freiheiten als auch die Deutungshoheit. Angekündigt wurde das Buch allerdings auch damit, dass es erzählen würde „[…] wie man sich wieder nahekommt, wenn man sich schon fast verloren hat.“ Das mag auf die Autorin und ihren Vater zutreffen, aber aus „Ach, Papa“ lässt sich nur wenig allgemein ableiten.“

Ich will das Buch nicht als Neon-Journalismus etc. aussortieren. Doch tatsächlich las auch ich nur deshalb mit Gewinn weiter, weil ich bei jeder Aussage an meinen eigenen Vater denken musste. Und wusste: ich wäre beherzter, konfrontativer, lauter als Niebderding.

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Linn Ullmanns „Die Unruhigen“ erzählt auf 410 Seiten von einem gescheiterten journalistischen, psychologischen, künstlerischen Projekt:

Als ihr Vater mit Anfang 80 erste Demenzerscheinungen zeigt, kauft Ullmann ein Diktiergerät, zieht in ein Haus nahe des Vater-Hauses auf der Insel Farö und verabredet sich mit ihm ein Frühjahr lang (2007) zu je zwei Stunden langen Interviews: Sie stellt Fragen – und gemeinsam wollen sie ein Buch über ihr Verhältnis – und sein Vermächtnis als Theater- und Filmregisseur – erarbeiten: diszipliniert, reflektiert, nüchtern.

Tatsächlich schätzte Ullmann ihren Vater falsch ein: Die Demenz ist weit fortgeschritten; die sechs Gespräche sind voller non sequiturs, ihr Vater fühlt sich hörbar unwohl. Sie bricht das Projekt ab – und beschließt Jahre später, einen Roman über ihre Kindheitssommer auf der Insel zu schreiben: Sie verbringt je einen Monat im Jahr bei ihm, lebt sonst bei ihrer Mutter, einer nervösen und einsamen Schauspielerin, in u.a. Amerika. Ullmanns Vater hat insgesamt neun Kinder, fünf Exfrauen, vier Häuser etc.

„Die Unruhigen“, ein Roman, vermischt Gesprächsprotokolle, skandinavischen Kindheits-Erinnerungs-Glanz im Stil von u.a. Tove Janssons „Sommerbuch“ (Empfehlung!), geschwätzige, detailversessene, oft viel zu lange Autofiktion wie bei Knausgard und viele, viele Reflektionen über die Natur des Erinnerns (u.a. mit massig Verweisen auf Proust): Ullmann findet die Tonaufnahmen ca. 2011 wieder – und montiert ein Erinnerungsbuch über die Unfähigkeit, ein kohärentes Erinnerungsbuch zu schreiben.

Mir wurde erst nach ca. 100 Seiten klar, dass Ullmann die Tochter von Ingmar Bergmann und Liv Ullmann ist: Das Buch ist auch ohne diese Promi-Ebene packend, übervoll. Einzelne Szenen dauern zu lang, oft sagt Ullmann die selben Dinge auf fünf verschiedene Arten: Das Buch wirkt zerquälter und schwerfälliger, als es sein müsste (insgesamt ist es weder besonders anklagend, noch deprimierend):

Eine sehr analytische Tochter zeichnet in teils ermüdenden, doch immer psychologischen, reifen, klugen Details, wie klein die Rolle war, die ihr im Leben des Regisseurs, Bestimmers, Pedanten zugeteilt wurde – und, wie schwer es oft war, sich selbst zu disziplinieren, anzupassen. Sehr gern gelesen, trotz der Längen!

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Elizabeth Garbers „Implosion“ ist das Buch, das ich mir am dringendsten wünschte: stilistisch, erzählerisch etc. eine wunderbar runde Sache.

Woodie Garber, deutschstämmiger Architektensohn, studierte während der Rezession Architektur. Mit seiner zweiten Frau und drei Kindern baute er Mitte der 60er Jahre ein Le-Corbusier-haftes Glashaus in einem Vorort von Cincinatti, Ohio. Elizabeth bewundert ihren (bipolaren, despotischen, frauenfeindlichen, snobistischen) Vater, der mit Jahr zu Jahr mehr Druck aufbaut. Die erste Hälfte des Buchs zeigt die feinen, klug beobachteten Ambivalenzen, mit einem Vater aufzuwachsen, dessen Häuser, Werte, Geschmack etc. ALLES prägen.

Als Elizabeth ca. 14 ist, bedrängt er sie sexuell. Er bedroht und tyrannisiert die Brüder und die Mutter; und parallel zur US-Bürgerrechtsbewegung und -Politisierung Ende der 60er und Elizabeths eigenem Coming-of-Age setzt ein schmerzhafter, ambivalenter, komplexer Emanzipationsprozess ein. Elizabeth Garber hat jahrzehntelange Schreib- und Therapieerfahrung, ein tolles Gespür für Szenen, Widersprüche und relevante Fragen… und vermittelt in einfacher Sprache, ohne ein Wort zu viel, alle Schwierigkeiten, die ein autoritärer Vater mit sich bringt.

Nebenbei ist das Buch eine gute Einführung in den Appeal von Mid-Century Modernism und die Ideale, Sehnsüchte etc. der Männer, die sich damit von ihren eigenen Eltern absetzen wollten. Eine Memoir, halb (…Sally Draper in) „Mad Men“, halb „Der Eissturm“. Emotional erwachsen. Oft überraschend. Immens lesenswert.

„Überraschend“ vor allem, weil Elizabeth ihren Vater nicht aufgeben will. Und ich bis zur letzten Seite nicht wusste, ob ich sie für diese Versuche feiern sollte – oder denken „Der Mann ist toxisch: Lauf! Du schuldest ihm nichts!“

Im Verlag, der Garber veröffentlicht, „She Writes Press“, erscheinen seit 2013 Bücher von Autorinnen: oft Memoirs; manchmal spezifisch über den Vater, u.a. „Veronica’s Grave“ von Barbara Donsky und „The Sportscaster’s Daughter“ von Cindi Michael.

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sieben aktuelle Bücher, die ins Themenfeld passen:

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Carsten Hueck zu Nadja Spiegelmans „Was nie geschehen ist“: „Im Buch der Tochter spielt Art Spiegelman nun kaum eine Rolle, im Mittelpunkt steht der Lebensweg ihrer Mutter.“

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mein Vater, ca. 1987.

Geschenke 2012: Bücher, DVDs und Comics

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[für eine Übersicht über die besten Bücher, die ich 2011 gelesen habe… hier entlang (Link)!]

[für eine Übersicht aller Geschenke, die ich 2010 machtehier entlang (Link)!]

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die zehn Bücher, die ich am häufigsten verschenke:

die zehn Filme / Serien, die ich gerne empfehle / verschenke:

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Buchtipps sind… sinnlos. In meinem privaten (Zuhause-)Freundeskreis jedenfalls:

Es fällt mir leichter (und wirkt weniger… übergriffig / aufdringlich), auf Amazon Marketplace zwei, drei gebrauchte Ausgaben zu kaufen und zu schenken, als Freunden mit Kaufempfehlungen in den Ohren zu liegen.

Sobald ich denke „Er/sie hätte Spaß, mit diesem Buch“, kaufe ich eine billige Ausgabe.

Hier: Die Bücher und DVDs, die ich 2011 verschenkt habe.

Blau markierte Titel kamen sehr gut an.

Rot markierte Titel kamen schlecht an.

Die Liste für 2010 ist hier (Link).

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Geschenke 2011:

Kinder:

mein Neffe, zum 2. Geburtstag und zu Weihnachten:

  • „Cube Book: Dream Cars“ (Bildband, Link)
  • „Cube Book: Cars“ (Bildband, Link)
  • „Cube Book: People“ (Bildband, Link)
  • „Cube Book: The Earth“ (Bildband, Link)
  • „Cube Book: Baby Animals“ (Bildband, Link)
  • Eric Carle: „Mein allererstes Buch der…“ (Farben, Wörter, Bewegungen)
  • „At the Zoo: A Lift-the-Flap Shadow Book.“ (Spielbuch, Link)
  • Frans Lanting: „Eye to Eye. Intimate Encounters with the Animal World“ (Bildband, Link)

Sohn meiner besten Freunde, 3 / 4 Jahre alt:

  • Dr. Seuss / Felicitas Hoppe: „Grünes Ei mit Speck“ (Bilderbuch, Link)
  • Album voller (nerdiger) Ausmal-Bilder (z.B. DAS hier, Link)

Tochter meiner besten Freunde, 9 Jahre alt:

  • Kiyohiko Azuma: „Yotsuba&!“, Band 4 bis 10 (Manga, Link)
  • Jeff Smith: „Bone“ (Fantasy-Comic, Link)
  • „Scribblenauts“ (DS-Spiel, Link)
  • E.B. White: „Wilbur & Charlotte“ (Kinderbuch, Link)
  • Shannon Hale: „Anna fängt Feuer“ (Fantasy-Jugendbuch, Link)
  • „Avatar: Herr der Elemente“, Episoden 1 bis 6 (DVD, Link)
  • “Nausicäa aus dem Tal der Winde“ (DVD, Link)
  • „Ein Herz und eine Krone“ (Hollyood-Klassiker, Link)
  • „Lady Oscar – die Rose von Versailles“, Staffel 1 (DVD, Link)

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Frauen:

meine Schwester – Schülerin, 18:

  • Sven Regener: „Neue Vahr Süd“ (Roman, Link)
  • David Foster Wallace: „Schrecklich amüsant – aber in Zukunft ohne mich“ (Essay, Link)
  • Gary Shteyngart: „Super Sad True Love Story“ (Roman, Link)
  • Miriam Toews: „Ein komplizierter Akt der Liebe“ (Roman, Link)
  • Kirsten Fuchs: „Die Titanic und Herr Berg“ (Roman, Link)
  • Cormac McCarthy: „Die Straße“ (Roman, Link)
  • Ethan Hawke: „Hin & weg“ (Roman, Link)
  • Kevin Vennemann: „Nahe Jedenew“ (Roman, Link)
  • Stewart O’Nan: „Halloween“ (Roman, Link)
  • Lois Lowry: „The Giver“ (Jugendbuch, Link)
  • Suzanne Collins: „The Hunger Games“ (Jugendbuch, Link)

Pädagogin, 28 – mag Schmöker und weibliche Hauptfiguren:

  • Kathryn Stockett: „Gute Geister“ (Roman, Link)
  • Howard Cruse: „Am Rande des Himmels“ (Graphic Novel, Link)
  • „Mad Men“, Staffel 2 (DVD, Link)

Pädagogin, 28 – mag Klassiker, Reisen und bürgerliche Figuren/Themen:

  • Saree Makdisi: „Palästina: Innenansichten einer Belagerung“ (Sachbuch, Link)
  • Ayelet Waldman: „Böse Mütter“ (Sachbuch, Link)
  • Tove Jansson: „Sommerbuch“ (Roman, Link)
  • Wallace Stegner: „Zeit der Geborgenheit“ (Roman, Link)
  • Jenny Erpenbeck: „Heimsuchung“ (Roman, Link)

Pädagogin, 28 – mag Mangas und Surreales:

  • Kiyohiko Azuma: „Yotsuba&!“, Band 1 und 2 (Manga, Link)
  • Michael Chabon: „Die unglaublichen Abenteuer von Kavalier & Clay“ (Roman, Link)

Pädagogin, 28 – mag Young Adult-Literatur und Schmöker:

  • Nadja Einzmann: „Dies und das und das“ (lit. Portraits, Link)
  • Yasushi Inoue: „Meine Mutter“ (Essay, Link)
  • Lois Lowry: „Hüter der Erinnerung“ (Jugendbuch, Link)
  • Judy Blume: „Are you there, God? It’s me, Margaret“ (Jugendbuch, Link)
  • Kazuo Ishiguro: „Der Maler der fließenden Welt“ (Roman, Link)
  • Isabell Allende: „Mein erfundenes Land“ (Essay, Link)
  • A.S. King: „Please don’t hate me: Nichts ist wichtig, wenn man tot ist“ (Jugendbuch, Link)

Journalistin, 28:

  • Annika Scheffel: „Ben“ (Roman, Link. Kein „Geschenk“, sondern weitergegeben, weil ich es schlimm misslungen fand und keinen Wert auf das Buch lege.)
  • Fréderic Martel: “Mainstream. Wie funktioniert, was allen gefällt.“ (Sachbuch, Link)

Bühnentechnikerin, 29:

Regisseurin / Theaterwissenschaftlerin, 29:

  • Joan Didion: „Das Jahr Magischen Denkens“ (Essay, Link)
  • Susan J. Douglas: „Where the Girls are. Growing up Female with Mass Media“ (Cultural Studies, Link)

entfernte Freundin / Angestellte, die kaum Romane liest; zur Hochzeit:

  • Ben Schott: „Schotts Sammelsurium: Sport, Spiel und Müßiggang“ (Trivia, Link)
  • Ben Schott: „Schotts Sammelsurium: Essen und Trinken“ (Trivia, Link)
  • Ben Schott: „Schotts Sammelsurium“ (Trivia, Link)
  • Matthias Stolz: „Deutschlandkarte. 101 unbekannte Wahrheiten.“ (Bildband, Link)
  • David McCandles: „Das BILDERbuch des nützlichen und unnützen Wissens“ (Bildband, Link)

Hausfrau / Beamtin, 32:

  • “One Week“ (DVD, Link)

Verkäuferin; Fan von (Mainstream-)Fantasy und Young-Adult-Literatur, 45:

  • Patricia Briggs: „Ruf des Mondes“ (Fantasy, Link)
  • Sergej Lukianenko: „Wächter der Nacht“ (Fantasy, Link)

Krankenschwester, Mitte 50:

  • Stewart O’Nan: „Das Glück der anderen“ (Roman, Link)
  • Rick Moody: „Der Eissturm“ (Roman, Link)

meine Mutter (ehem. Arzthelferin, Pflegedienstleiterin, Mitte 50):

  • Evan S. Connell: „Liebenswerte Mrs. Bridge“ (Roman, Link; mehr hier: Link)
  • Richard Ford: „Unabhängigkeitstag“ (Roman, Link)
  • Richard Yates: „Zeiten des Aufruhrs“ (Roman, Link)
  • Stephen Chbosky: „Das also ist mein Leben“ (Jugendbuch, Link)
  • „Mad Men“, Staffel 2 (DVD, Link)
  • …sowie verschiedene DVDs (vor allem Dramen, lange Liste hier, Link)

Krankenschwester, Mitte 60, mag Unterhaltungsliteratur und „Schicksale“:

  • Stewart O’Nan: „Alle, alle lieben dich“ (Roman, Link)
  • Kevin Vennemann: „Nahe Jedenew“ (Roman, Link)
  • Björn Kern: „Einmal noch Marseille“ (Roman, Link)

(deutsche) Sprachlehrerin, wuchs in den 60ern in Santa Monica auf:

  •  Susan J. Douglas: „Where the Girls are. Growing up Female with Mass Media“ (Cultural Studies, Link)

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Männer:

Mein Bruder – Mechatroniker, 25:

  • “Das verflixte siebte Jahr“ (DVD, Link)
  • „Rachels Hochzeit“ (DVD, Link)
  • „Scott Pilgrim gegen den Rest der Welt“ (DVD, Link)

Ingenieur/Maschinenbauer, 27:

Programmierer, 28:

  • George R.R. Martin: „Die Herren von Winterfell“ (Fantasy-Roman, Link)
  • Gary Shteyngart: „Super Sad True Love Story“ (Roman, Link)
  • Tucker Shaw: „Everything I ate: A Year in the Life of my Mouth“ (Bildband, Link)
  • Geoff Johns: „Green Lantern: Secret Origin“ (Superhelden-Comic, Link)

Bankkaufmann, 30:

Second-Hand-Buch-Galore zum 30. Geburtstag:

  • Neil Gaiman: „American Gods“ (Fantasy-Roman, Link)
  • Vladimir Kaminer: „Militärmusik“ (Roman, Link)
  • Paul Auster: „Im Land der letzten Dinge“ (Roman, Link)
  • John Updike: „Rabbit in Ruhe“ (Roman, Link)
  • Richard Ford: „Unabhängigkeitstag“ (Roman, Link)
  • Vladimir Nabokov: „Das Bastardzeichen“ (Roman, Link)
  • Raymond Chandler: „Der lange Abschied“ (Roman, Link)
  • Michael Chabon: „Die unglaublichen Abenteuer von Kavalier & Clay“ (Roman, Link)
  • Truman Capote: „Kaltblütig“ (Roman, Link)
  • Stewart O’Nan: „Das Glück der anderen“ (Roman, Link)
  • Stewart O’Nan: „Die Speed-Queen“ (Roman, Link)
  • Kolja Mensing: „Wie komme ich hier raus? Aufwachsen in der Provinz“ (Essay, Link)
  • Frank Miller: „All-Star Batman & Robin“ (Superhelden-Comic, Link)
  • Greg Rucka: „Batman: No Man’s Land“ (Superhelden-Roman, Link)

…und: eine Runde billiger DVDs, um einen kurzen Krankenhausaufenthalt weniger langweilig zu machen:

  • „The Hurt Locker“ (DVD, Link)
  • „The Cove“ (DVD, Link)
  • „An Education“ (DVD, Link)
  • „Before Sunset“ (DVD, Link)
  • „Letters from Iwo Jima“ (DVD, Link)
  • „Waltz with Bashir“ (DVD, Link)
  • „Das verflixte siebte Jahr“ (DVD, Link)

Künstler / Kurator, 31:

  • Jörn Morisse / Rasmus Engler: „Wovon lebst du eigentlich? Vom Überleben in prekären Zeiten“ (Sachbuch, Link)
  • „Inside Job“ (Doku, Link)

mein Vater, Mechatroniker, Mitte 50:

  • Inside Job (Doku, Link)
  • Tree of Life (Familienfilm, Link)

Grafiker, 59 – mag Südostasien und Oldtimer:

  • Naomi Klein: „Die Schock-Strategie“ (Sachbuch, Link)
  • „Cube Book: Dream Cars“ (Bildband, Link; wollte eine eigene Ausgabe, nachdem er die Bücher meines Neffen gesehen hatte)

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Geschenke für Paare / junge Eltern:

  • „Ugly Betty“, Staffel 1 (DVD, Link)
  • „Türkisch für Anfänger“, Staffel 1 bis 3 (DVD-Box, Link)
  • „Before Sunset“ (DVD, Link)
  • „Ist das Leben nicht schön?“ (DVD, Link)
  • „Vanilla Sky“ (DVD, Link)
  • „Das verflixte siebte Jahr“ (DVD, Link)

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Geschenke für Freunde aus Kanada / Toronto:

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(weibl.) Office Manager (…und großer Familienmensch), 27, zur Hochzeit:

  • Monika Maron: „Animal Triste“ (Roman, engl. Ausg., Link)
  • Joan Didion: „The Year of Magical Thinking“ (Essay, Link)
  • Yasushi Inoue: „Chronicle of my Mother“ (Essay, Link)
  • Randy Pausch: „The Last Lecture“ (Essay, Link)
  • Simone de Beauvoir: „She came to Stay“ (Roman, Link)

Grafiker / Animator, 30:

  • Gabriel Bà, Fabio Moon: „Daytripper“ (Graphic Novel, Link)
  • Alissa Torres: „American Widow“ (Graphic Novel, Link; nicht zu empfehlen)
  • Marjane Satrapi: „Persepolis“ (Graphic Novel, Link; nicht zu empfehlen)
  • Apostolos Doxiadis: „Logicomix“ (Graphic Novel, Link; nicht zu empfehlen)
  • David Small: „Stitches“ (Graphic Novel, Link)

PR-Frau, 30:

  • Alison Bechdel: Fun Home (Graphic Novel, Link)
  • Suzanne Collins: „The Hunger Games“ (Jugendbuch, Link)

Webcomic-Zeichnerin / Feministin, 31:

  • Jeph Loeb, Tim Sale: „Catwoman: When in Rome“ (Graphic Novel, Link)
  • Greg Rucka, Ed Brubaker: „Gotham Central, Vol 1.“ (Graphic Novel, Link)

Bibliothekar (und Farmerssohn), Ende 30:

  • Josh Kilmer-Purcell: “The Bucolic Plague“ (Essay/Memoir, Link)

Filmemacher / Aktivist, 60:

  • Judd Winick: „Pedro and me“ (Graphic Novel, Link)
  • „Pedro“ (Biopic/Drama, Link)

Pädagogin / Feminstin / Couchsurferin in spe, 60:

  • Anne Lamott: „Bird by Bird: Some Instructions on Writing and Life“ (Essay, Link)

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verwandte Links:

Books against Sadness […and Loss, and Grief]: Personal Book Recommendations

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„I’ve been in an emotionally fragile state for a couple months. I’m looking for some literature that will help me be happy with existing again. What do you recommend?“

Books That Will Help Me Grapple With Existence? [a recent discussion in the „books“ section of Reddit.com]

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Last night, I wrote a quick list, answering the above question.

Here are my recommendations [Link]:

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Let’s split this up in… books that deal with dark/depressing themes, but show lots of hope and will be uplifting BY THE END (…but not neccessarily right from the beginning):

  • Gabriel Bà: Daytripper [mortality; life is short]
  • Evan S. Connell: Mrs. Bridge [everyday life is depressing; make your own decisions)
  • Cormac McCarthy: The Road [life can be hell; love prevails]
  • Stewart O’Nan: A Prayer for the Dying [everyone is mortal; you can overcome any loss]
  • Joan Didion: The Year of Magical Thinking [it’s not the end that counts; it’s the memories you make]
  • David Mazzucchelli: Asterios Polyp [everyone’s an island, but the happy, accidental connections between people make life worth living]
  • Randy Pausch: The Last Lecture [you might die tomorrow; strife harder TODAY!!]
  • Jean-Paul Sartre: No Exit [hell is other people; avoid the ones that belittle you]
  • Bryan Lee O’Malley: Lost at Sea [it’s okay to feel adrift once in a while]
  • Rob Sheffield: Love is a Mixe Tape [you will lose love – but you’re stronger than you think!]
  • Gayle Forman: If I stay [even with horrendous loss, there’s lots to live for!]
  • Brad Kessler: Birds in Fall [grief is complex and frightening, but consolation can be found in the weirdest moments]
  • Miriam Toews: Swing Low [if a parent decides to die, it does not mean that he didn’t love you]

I also very, very much would like to recommend the anime series „Neon Genesis Evangelion“. It has a fragile, nervous, deeply unhappy soul-searching main character who has an existential struggle with questions like „Why should I care? What can I do? Who should I fight for?“. The answers are complex, and not sugar-coated at all.

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Then, there’s a second, different category: feel-good books, with lots of joy, energy and a life-affirming atmosphere. If you want to feel… happy, warm and consoled, pick the follwing books:

  • Kyohiko Azuma: Yotsuba&! [everyday life is an adventure]
  • Jiro Taniguchi: A distant Neighborhood [when youth is gone… your sense of wonder should remain!]
  • Tove Janson: A Summer Book [life is like the weather. the harsh moments are as much a part of life as the lush ones.]
  • Harper Lee: To kill a Mockingbird [stand up for your beliefs, and reach out to the people around you]
  • Banana Yoshimoto: Kitchen [find your family. they don’t have to be the people you were born with.]
  • Haruki Murakami: Kafka on the Shore [life is rich, magical, paradox, scary and unpredictable. and that’s a good thing!]
  • Joyce Maynard: The Usual Rules [kids are growing. and you are, too.]
  • Kurt Busiek: Superman: Secret Identity [every step of growing up is scary. there’s a fuller picture. don’t get clouded by fear and alienation.]
  • Julie Orringer: The Invisible Bridge [every moment counts. celebrate reality. tell people you love them. make a difference.]

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That’s all for today: a couple of quick book recommendations for anyone who felt sad or needed consolation. Enjoy!

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Related Links: